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Neustadt Residenz für Senioren entsteht am Nordufer
Umland Neustadt Residenz für Senioren entsteht am Nordufer
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00:19 07.09.2018
Peter Hahne investiert am Nordufer. Quelle: Bernd Haase
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Mardorf

Mehr als zwölf Jahre sind ins Land gegangen, seit das Garbsener Familienunternehmen Hahne-Holding ein Grundstück in Nachbarschaft zur Mardorfer Jugendherberge direkt am Nordufer des Steinhuder Meeres erworben hat. Jetzt tut sich dort etwas: Seit einigen Tagen laufen die Bauarbeiten für die „Residenz Steinhuder Meer“, die von 2020 an Senioren ein Domizil bieten soll. Die Gesellschaft Topas Mardorf, eine Tochter der Holding, investiert mehr als 10 Millionen Euro.

„Mardorf ist eine Perle in der Region, wir haben immer an diesen Standort geglaubt“, betont Topas-Geschäftsführer Peter Hahne. Die lange Zeit zwischen Kauf und Baubeginn begründet er mit dem Erwerb der ehemaligen Lungenklinik Heidehaus an der Bundesstraße 6 in Stöcken, der kurz nach dem des Mardorfer Grundstücks erfolgt sei. „Die Umbauten dort zur Seniorenresidenz hatten zunächst Vorrang und haben Kapazitäten gebunden“, sagt er. Im Genehmigungsverfahren habe es für das Projekt am Steinhuder Meer keine Probleme gegeben: „Die Bauverwaltung in Neustadt hat zügig und unkompliziert gearbeitet“, lobt Hahne. Der Zeitverzögerung gewinnt er noch etwas Positives ab: „Sowohl bei den Anforderungen an Gebäude als auch im Pflegebereich haben sich viele gesetzliche Änderungen ergeben. Die können wir berücksichtigen.“

Auf der Fläche gegenüber der Jugendherberge sind bereits Baumaschinen unterwegs. Quelle: Bernd Haase

Die Mardorfer Residenz wird ist für Senioren mit unterschiedlichen Wohn- und Pflegeansprüchen ausgerichtet. Sie wird im Obergeschoss 27 barrierefreie Mietwohnungen mit Meerblick bieten. Dazu kommt im stationären Bereich eine Pflegeresidenz mit 80 Plätzen für ständige Bewohner und weiteren 25 Plätzen in der Tagespflege. Abgerundet wird das Angebot schließlich durch einen ambulanten Pflegedienst, der sowohl die Bewohner als auch Kunden außerhalb des Hauses versorgen kann. „Das ist eine Einrichtung, die sich nicht zu verstecken braucht“, sagt Hahne. Nicht zuletzt würden dort auch rund 120 Arbeitsplätze entstehen.

Das Grundstück am Warteweg hat eine Gesamtfläche von 7000 Quadratmetern, rund 2500 davon werden bebaut. Architekt Gabriel Grimes hat zwei dreigeschossige Flügel sowie einen ebenfalls dreigeschossigen Verbindungsbau mit dunklen Satteldächern sowie Fassaden aus hellem Klinker entworfen. „Alle Wohnungen werden über Balkone oder Dachterrassen verfügen“, erklärt er. Damit es innen möglichst hell wird, sind bodentiefe Fenster vorgesehen. Schließlich beinhalten die Planungen Lüftungs- und Klimatechnik sowie zwei große Fahrstühle. „Energetisch wird das Gebäude aktuellen Standards entsprechen“, erklärt Grimes.

Während auf der Baustelle derzeit noch im Bodenbereich gearbeitet wird, lässt sich im Internet schon mehr betrachten. Die Internetseite www.residenz-steinhuder-meer.de ist freigeschaltet.

Ein Hotel soll folgen

Das Grundstück für die Residenz ist nicht das einzige in Mardorf, das die Hahne-Holding über ihre Tochter Topas gekauft hat. Anfang August erhielt sie bei einer Zwangsversteigerung den Zuschlag für die 10.000 Quadratmeter große Fläche zwischen Poggenecke und Kiefernweg, die aus der Insolvenzmasse des Immobilienkaufmanns Ulrich Herrmann stammt. Dieser hatte vor zwei Jahrzehnten Schlagzeilen gemacht, als er in Mardof ein opulentes Ferienzentrum geplante, das unter anderem ein Hotel, Appartments, Gastronomie, Einzelhandel und Wellness vorsah.

Daraus ist nie etwas geworden und wird es in dieser Form auch nicht werden. „Wir machen es ein paar Nummern kleiner, wollen aber auf jeden Fall ein Hotel bauen“, kündigt Peter Hahne an. Viel mehr, etwa zu der angestrebten Bettenzahl, kann er noch nicht sagen. „Wir arbeiten unsere Projekte Stück für Stück ab“, erklärt er. Ein Hotelkonzept müsse stimmig entworfen werden, im Frühjahr kommenden Jahres werde man mit konkreten Überlegungen beginnen.

Das Grundstück bietet planungstechnische Herausforderungen, weil es an Naturschutzflächen grenzt. Andererseits wünschen sich die Touristiker am Steinhuder Meer seit langer Zeit ein zusätzliches Hotel – am liebsten in der Größenordnung von rund 200 Betten.

Von Bernd Haase

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