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Neustadt Unechte Einbahnstraßen sind angedacht
Umland Neustadt Unechte Einbahnstraßen sind angedacht
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15:26 08.10.2018
Die Marschstraße wird vielfach eng zugeparkt. Das sorgt für unübersichtliche Situationen. Quelle: Mirko Bartels
Neustadt

Mehrfach schon hat sich der Ortsrat Neustadt mit Verkehrsproblemen in Stockhausen- und Marschstraße befasst, auch Stadtverwaltung und Polizei suchen nach Lösungen. Die schmalen Verbindungsstraßen zwischen Wunstorfer und Lindenstraße werden vielfach eng zugeparkt; an der Stockhausenschule sorgen morgens und mittags zusätzlich die so genannten Elterntaxis für unübersichtliche Situationen.

Nach einem Ortstermin mit verschiedenen Beteiligten bringt Kernstadt-Ortsbürgermeister Klaus-Peter Sommer jetzt eine neue Lösungsmöglichkeit ins Gespräch. „Warum machen wir nicht Einbahnstraßen daraus?“, fragt er. Favorit in den Gesprächen sei ein so genannter „Puddingverkehr“. Frei nach der Redensart „Rund um den Pudding“ würde dann eine der Parallelstraßen in die eine Richtung zur Einbahnstraße, die zweite in die entgegengesetzte Richtung.

Sommer schweben dabei so genannte unechte Einbahnstraßen vor. Das heißt, von einer Seite her wird die Einfahrt verboten, auf der anderen Seite aber kein blauer Einbahnstraßen-Pfeil aufgestellt. „Damit ermöglichen wir es beispielsweise Anwohnern, weiterhin in beide Richtungen aus der Straße herauszufahren, dann müssen sie nicht jedesmal Umwege in Kauf nehmen“, sagt der Ortsbürgermeister. Auch für die Feuerwehr mit ihrem Gerätehaus an der Lindenstraße bleibe so gewährleistet, dass sie weiterhin immer den kürzesten Weg zur Brandstelle nehmen kann. „Diese Regelung sorgt zu Anfang öfter mal für Verwirrung, aber wenn sich alle daran gewöhnt haben, ist sie praktikabel“, sagt Sommer. Um die Durchfahrt weiter gut zu ermöglichen, sollte jeweils ein einseitiges Parkverbot erlassen werden. Und Radfahrer hätten in beiden Straßen weiter freie Fahrt in jede Richtung.

Sommer hält die Einbahnstraßen-Idee auch für einzelne Straßen im Bereich zwischen Memeler Straße und Landwehr für eine gute Lösung. „Auch darüber haben wir schon bei verschiedenen Ortsterminen mit der Stadtverwaltung gesprochen.“ Speziell, wenn beim Ausbau der Landwehr in den nächsten drei Jahren der Umleitungsverkehr durch die Nebenstraßen geleitet werden muss, sei es aus seiner Sicht doch besser, die Anwohner zumindest nur mit jeweils der Hälfte des Verkehrs zu belasten.

Von Kathrin Götze

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