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Neustadt Wärme lässt Laubfrösche früh wandern
Umland Neustadt Wärme lässt Laubfrösche früh wandern
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14:04 10.07.2018
Der Laubfrosch ist am Steinhuder Meer in diesem Jahr ausgesprochen früh an Land gegangen. Quelle: Thomas Brandt/ÖSSM
Steinhude/Winzlar

Die Wärme der vergangenen Wochen hat für die Frösche am Steinhuder Meer zu einer beschleunigten Entwicklung geführt. Nachdem sich das Wasser in Tümpeln und Teichen durch die Sonneneinstrahlung recht schnell erwärmt hatte, wechselten sie ausgesprochen früh an Land. So verhielten sich auch die Laubfrösche, die die Ökologische Schutzstation Steinhuder Meer (ÖSSM) mit Sitz in Winzlar in den vergangenen zwölf Jahren wieder angesiedelt hatte.

Diese grasgrünen Frösche sind derzeit etwa zwei Zentimeter groß und sitzen vor allem in den Meerbruchwiesen westlich des Sees auf Büschen und Stauden. Morgens sonnen sie sich gern, wechseln dann aber in schattige Bereiche, wenn es ihnen zu warm wird. „Dieses Verhalten ist unter unseren heimischen Amphibien etwas Besonderes, denn die meisten Arten vermeiden das extreme Sonnenlicht und auf Büsche und Bäume kann keine andere klettern. Das können bei uns in der Tat nur Laubfrösche", sagt Thomas Brandt, der wissenschaftliche Leiter der Schutzstation.

Der Laubfrosch ist am Steinhuder Meer in diesem Jahr ausgesprochen früh an Land gegangen. Quelle: Thomas Brandt/ÖSSM

Bei den Lurchen haben seine Kollegen und er in diesem Jahr beobachtet, dass die Kaulquappen sich sehr früh in Frösche umgewandelt haben. Die Aufzeichnungen der Temperaturen belegen den Wissenschaftlern auch, dass das Wasser in den Laichgewässern zwischen Mitte April und Mitte Juni etwa drei Grad wärmer war als im vergangenen Jahr. So haben die ersten kleinen Laubfrösche wohl schon Ende Mai die Gewässer verlassen. „Ein so früher Landgang von Laubfröschen ist in ganz Deutschland unsere Wissens noch nicht dokumentiert worden“, berichtet Brandt.

Der Biologe sieht darin noch keinen Anzeichen für einen Klimawandel. Dafür belegt die Feststellung für ihn aber zweierlei: Der Frühling 2018 unterschied sich zumindest von denen der vergangenen Jahre –und: „Der Laubfrosch ist nach wie vor ein guter Wetterindikator!“

Von Sven Sokoll

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