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Neustadt Erdgasbohrung bei Mardorf wird verschlossen
Umland Neustadt Erdgasbohrung bei Mardorf wird verschlossen
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00:19 14.07.2018
Förderbare Gasmengen, wie hier im Norden Schneerens, hat das Unternehmen bei Mardorf nicht gefunden. Quelle: Mirko Bartels/Archiv
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Mardorf/Schneeren

Ein Erdgasvorkommen bei Mardorf hat sich als nicht so ergiebig erwiesen wie erhofft. Nach knapp sieben Jahren wird die Bohrung Schneeren Süd Z1 wieder verschlossen, wie das Unternehmen Neptune Energy jetzt mitteilt. Vorbereitende Arbeiten sollen noch in dieser Woche beginnen, wie Sprecherin Hanna Jansky mitteilt. Die Bohrung wurde Ende 2011 rund zwei Kilometer nördlich von Mardorf abgeteuft, wie es in der Fachsprache heißt.

Jetzt geht es darum, die Bohrung nachhaltig und sicher zu verfüllen. Für die Arbeiten nutzen die Fachleute eine 50 Meter hohe Winde. Der Aufbau der Anlage dauere rund eine Woche, für die anschließende Verfüllung benötigen 15 Fachkräfte rund zwei Wochen, teilt das Unternehmen mit. Der Förderstrang wird ausgebaut, das Bohrloch wird mit mechanischen Abdichtungen und Tiefbohrzement verschlossen –alles entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen.

Gearbeitet werde Tag und Nacht, so Jansky weiter. Es könne vorkommen, dass eine geringe menge Gas kontrolliert abgefackelt werden müsse, sagt sie. Zuvor werde es gereinigt, dann über die Fackel ordnungsgemäß abgebrannt. ganz zum Schluss werde auch die Windenanlage abgebaut. Alle Arbeiten seien im Vorfeld genau geplant und mit den zuständigen Fachbehörden abgestimmt, betont die Unternehmenssprecherin. Es gelten hohe Sicherheitsstandards, die ganze Maßnahme stehe unter behördlicher Aufsicht des zuständigen Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie in Clausthal-Zellerfeld.

Neptune Energy ist Nachfolger der Engie E&P mit Sitz in Lingen. Nach einem Verkauf habe sich der Name geändert, das Personal sei aber das gleiche geblieben, heißt es. Keine Seltenheit auf dem Energiemarkt: Die Förderung aus dem Erdgasfeld tief unter dem Steinhuder Meer und den Mooren begann am 14. Oktober 1992, damals firmierte der Betrieb noch unter dem Namen Preussag, später hieß er Gaz de France beziehungsweise GDF Suez.

Die Lagerstätte befindet sich in den geologischen Formationen des Karbons und des Zechsteins in rund 3200 Metern Tiefe. In der Gemarkung Schneeren fördert das Unternehmen aus sechs Bohrungen, der jährliche Ertrag lag zuletzt bei rund 100 Millionen Kubikmeter Erdgas. Acht Mitarbeiter überwachen die Produktion vor Ort.

Von Kathrin Götze

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