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Pattensen Lastwagenfahrer rammt Auto an Waschstraße
Umland Pattensen Lastwagenfahrer rammt Auto an Waschstraße
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16:47 12.12.2018
Ein Unfall in der Waschstraße in Pattensen wird vor dem Amtsgericht Springe (Bild) verhandelt. Quelle: Andreas Zimmer
Pattensen/Springe

Wegen Unfallflucht musste sich jetzt ein 51-jähriger Lastwagenfahrer vor dem Springer Amtsgericht verantworten: In einer Pattenser Auto-Waschanlage war er mit seinem Fahrzeug gegen ein anderes Fahrzeug gefahren und hatte einen Schaden von rund 1700 Euro verursacht. Dass der Mann einen Zettel mit seinen Kontaktdaten hinterlegt und sich auch telefonisch bei dem Halter des beschädigten Wagens gemeldet hatte, reichte dem Gericht nicht aus. Die Strafrichterin verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 600 Euro.

Der Angeklagte war im Juni mit seinem Lastwagen samt Anhänger schon in die Waschstraße gefahren, als er auf Anweisung des Personals noch einmal zurücksetzen musste. Dabei touchierte er ein parkendes Auto. „Ich bin ausgestiegen und habe mir den Schaden zusammen mit Mitarbeitern der Waschanlage angeschaut“, berichtete der Mann. Das Auto, so habe ihm eine der Angestellten erzählt, gehöre einem Fahrer einer Spedition. Und der würde erst am nächsten Tag, einem Sonnabend, in die Stadt zurückkehren.

Der 51-Jährige steckte einen Zettel mit seinen Kontaktdaten hinter die Scheibenwischer des Autos und fuhr etwa eine Stunde nach dem Unfall davon. Tatsächlich rief ihn der Halter des Wagens später auch an. Die Männer verabredeten ein Treffen an der Waschstraße für den Sonnabendnachmittag. Doch er habe überraschend eine Tour für seine Firma übernehmen müssen, berichtet der Angeklagte und fügte hinzu: „Ich habe den Mann angerufen und ihm erklärt, dass ich erst spät am Abend wieder zurück bin.“ Als er es dann gegen 21 Uhr erneut versucht habe, anzurufen, sei der andere nicht ans Telefon gegangen. Und auch an den darauffolgenden Tagen habe er keinen Anschluss mehr unter der Nummer bekommen. Seiner Versicherung hatte er den Schaden inzwischen längst gemeldet.

„Ich wollte auf keinen Fall einfach wegfahren und dachte, ich habe alles richtig gemacht“, sagte der Angeklagte, der unter anderem wegen Hehlerei unter laufender Bewährung steht. Gegen einen Strafbefehl wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort hatte er Einspruch eingelegt, weshalb nun vor Gericht verhandelt wurde. Die Strafrichterin verurteilte ihn schließlich zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 20 Euro. Im Strafbefehl war die Tagessatzhöhe, die sich nach dem Einkommen bemisst, höher veranschlagt gewesen.

Von Annegret Brinkmann-Thies

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