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Pattensen Förderverein ist ein Segen für St. Maria
Umland Pattensen Förderverein ist ein Segen für St. Maria
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00:20 12.01.2019
Die Computhek wird von Günter Beichert (stehend links) und Peter Dreikant (stehend rechts) geleitet. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

Im Pfarrheim der katholischen St. Maria-Kirche gibt es demnächst ein Jazzkonzert. Organisiert wird es vom Förderverein Sank Maria, an den auch die Einnahmen fließen. Ein guter Grund bei Schatzmeister Peter Winter nachzufragen, was denn der Förderverein noch so auf die Beine stellt. Winter lädt gleich zur Besichtigung der Orgel in dem Gotteshaus am Ostlandplatz ein. Das Instrument wurde 2017 für insgesamt 18.000 Euro generalüberholt. Dass die Finanzierung gelang, ist zu einem erheblichen Teil dem Förderverein zu verdanken, der insgesamt gut 7.200 Euro aus dem Vereinsvermögen, aus Spenden und dem Erlös aus Aktionen wie Preisskat bezahlt hat.

Die Generalüberholung der Orgel von St. Maria hat der Förderverein zu einem erheblichen Anteil finanziert. Quelle: Kim Gallop

Auf dem Weg durch Pfarrheim und Kirche zur Orgel fällt Schatzmeister Winter noch mehr ein: „Den Beamer hat der Förderverein finanziert“, sagt er. „Es wurde ein Drucker gebraucht, da ist der Förderverein eingesprungen.“ Und gerade ist eine Gruppe von Flüchtlingsfrauen, einige mit ihren kleinen Kindern, im Untergeschoss und lernt Deutsch. Der Unterricht wird dreimal die Woche von Mitarbeitern der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) erteilt, der Förderverein stellt Räume, Strom und Heizung umsonst zur Verfügung.

Winter ist im Ruhestand, pflegt aber noch guten Kontakt zu seinem ehemaligen Arbeitgeber, dem Wohnungsbauunternehmen Meravis. Von Meravis konnte der Förderverein knapp 50 ausgemusterte PC samt Tastatur und Monitor übernehmen. Sie werden derzeit von Peter Dreikant überprüft und aufgearbeitet und dann für den Deutschunterricht für Flüchtlinge eingesetzt und an Flüchtlinge verschenkt.

An diesem Mittwochvormittag sitzen in einem großen Saal im Pfarrheim ein gutes Dutzend älterer Damen und Herren vor ihren Laptops. Das ist die sogenannte Computhek, die seit 2012 vom Förderverein organisiert wird. In der Computhek können Senioren einmal die Woche ihre Computerkenntnisse erweitern. Günter Beichert und Peter Dreikant, beide von Fach und beide im Ruhestand, behandeln jede Woche ein bestimmtes Thema. Als nächstes steht die Vernetzung des Rechners mit dem eigenen Zuhause im Mittelpunkt, kündigt Beichert an. Eine in Haus oder Wohnung installierte Kamera soll die Sicherheit des eigenen Heims erhöhen. Darüber hinaus können die Computer-Schüler aber auch zu jedem anderen kniffligen EDV-Problem Fragen stellen.

Der Förderverein Sankt Maria ist aus dem Kirchenleben nicht wegzudenken. Der Verein stemmt einen Teil der Orgelsanierung, finanziert Ausflüge, Neuanschaffungen oder die Flüchtlingshilfe.

Nach Auskunft von Winter, der seit zwei Jahren Schatzmeister des Fördervereins ist und vorher lange Vorsitzender des Pfarrgemeinderats war, sind die Vorläufer des Vereins ein in den 1950-er Jahren aktive Kirchbauverein und später ein Förderkreis. Als St. Maria mit St. Augustinus in Ricklingen fusioniert wurde, wurde der Förderkreis im Jahr 2004 zu einem ordentlichen Verein. „Damit das Vermögen des Förderkreises nicht in einen allgemeinen Topf fließt, sondern in Aktionen für St. Maria in Pattensen“, erläutert der Schatzmeister. So ist es auch in den Vereinszielen festgelegt. Der Verein hilft – immer in Abstimmung mit der Kirchenleitung, wenn die Messdiener einen Ausflug machen wollen, oder wenn die Heizung repariert werden muss.

Der Förderverein hat etwa 40 Mitglieder. Es gibt keinen festen Mitgliedsbeitrag, sondern jeder bringt ein, was und wieviel er kann und möchte. Manche Mitglieder spenden regelmäßig, andere zu besonderen Ereignissen. Wieder andere bringen zusätzlich oder hauptsächlich ihre ehrenamtliche Arbeit ein. Ob sie regelmäßig die Außenanlage pflegen, oder die neu angeschafften Energiesparlampen einsetzen, oder beim Gemeindefest oder beim Jazzabend Getränke ausschenken und hinterher die Gläser abwaschen. „Ohne Ehrenamtliche geht es hier nicht“, sagt Winter lächelnd.

Von Kim Gallop

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