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Pattensen Fortschritt für Baugebiete in Schulenburg und Jeinsen
Umland Pattensen Fortschritt für Baugebiete in Schulenburg und Jeinsen
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17:58 27.06.2018
Wo jetzt noch Zuckerrüben wachsen, soll in Jeinsen ein Baugebiet entstehen. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Bautätigkeit soll es nicht nur in der Kernstadt geben, sondern es tut sich auch etwas in den Ortsteilen von Pattensen. Mehrere Baugebiete hat der Rat der Stadt bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause mit Beschlüssen über den nächsten Verfahrensschritt voran gebracht: in Schulenburg, Jeinsen und auch in Pattensen-Mitte.

In Schulenburg wird auf den ehemals von einem Gartenbetrieb genutzten Flächen an der Hauptstraße am Ortsausgang Richtung Nordstemmen das Baugebiet „Am Amtshof“ entstehen. Für dieses Baugebiet, das etwa 20 Einfamilienhäusern Platz bieten soll, hat der Rat einstimmig den Abschluss eines Erschließungsvertrags beschlossen. Darin wird unter anderem der Bau von Straßen und Wegen geregelt, sowie von Straßenbeleuchtung und Grünflächen. Außerdem die Anlage der Kanalisation mit Frischwasserver- und Abwasserentsorgung.

Nach Auskunft des Ersten Stadtrats Axel Müller wird der Investor die Kosten für die Erschließung tragen. Es habe, unter anderem von Ratsmitglied Michael Dreves (Grüne), den Wunsch gegeben, bei den öffentlichen Grünflächen „nicht nur Rasen“ festzulegen, ergänzte Müller. Es sollten auch Pflanzen sein, die gut für Insekten sind, etwa für Bienen. „Vielleicht könnten am Regenrückhaltebecken solche Pflanzflächen entstehen“, sagte Müller, „wir sind da auf einem guten Weg.“

Ebenfalls einstimmig fielen die Beschlüsse für das Baugebiet „Zum Holze“ in Jeinsen, wobei Günter Kleuker, Ratsmitglied (UWJ) und Ortsbürgermeister von Jeinsen, an den Abstimmungen nicht teilnahm. Um das Projekt voran zu bringen, war die Änderung des Flächenutzungsplans und der Abwägungs- und Satzungsbeschluss über den Bebuungsplan notwendig. Auf Flächen, die jetzt noch landwirtschaftlich bewirtschaftet werden, soll ein Baugebiet mit zwei Dutzend Häusern entstehen. Bei der öffentlichen Auslegungen hatte sich unter anderem die Landwirtschaftskammer gemeldet und darauf hingewiesen, dass die Straßen so breit angelegt werden müssen, dass auch große landwirtschaftliche Fahrzeuge an geparkten Wagen vorbei kommen müssen. Zudem sollten künftige Anwohner darauf hingewiesen werden, dass an ihren Häusern vorbei die Zuwegung zu den Äckern führt, die auch künftig bewirtschaftetet werden.

Auch eine kleinere Fläche in der Kernstadt war Thema im jüngsten Rat: der Bebauungsplan „Nördlich Redener Weg“. Damit ist ein Gebäudekomplex im sogenannten Berliner Viertel gemeint, der an der Schöneberger Straße an der Ecke Zehlendorfer Straße liegt. Die Räume waren in den vergangenen 20 Jahren als Getränkemarkt, Drogeriemarkt und zuletzt als Bäckereifiliale genutzt worden. Die Räume stehen leer. Ein Investor möchte das Innere des Gebäudes umbauen und die Flächen als Fitness- und Rehazentrum nutzen.

Die Fläche war bisher als „Allgemeines Wohngebiet“ festlegt, deshalb waren dort zur gewerblichen Nutzung nur Ladengeschäfte, Gastronomie und nicht störende Handwerksbetriebe erlaubt. Um ein Fitnesscenter dort ansiedeln zu können, musste der Bebauungsplan geändert werden. Außerdem hatte die Region als Bauaufsichtsbehörde Bedenken geäußert, dass zuviel Lärm von dem Betrieb ausgehen könnte. In der vorgelegten Drucksache hat die Stadtverwaltung jetzt ausgeführt, dass der Investor ein schalltechnisches Gutachten in Auftrag gegeben hat. Demnach sei kein unzumutbarer Lärm zu erwarten, unter anderem müssen die Fenster geschlossen bleiben, wenn im Inneren des Gebäudes Fitnesskurse gegeben werden. Investor und Stadt wollen jetzt einen städtebaulichen Vertrag abschließen. Auch diese Beschlüsse – zur Änderung des B-Plans und zum Abschluss des Vertrags – waren einstimmig.

Von Kim Gallop

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