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Pattensen Bad könnte mehr Besucher vertragen
Umland Pattensen Bad könnte mehr Besucher vertragen
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16:03 27.07.2018
Wünschen sich mehr Besucher: Klaus-Dieter Theur (links), Vorsitzender des Fördervereins Rettungsring, und Bad-Geschäftsführer Fred Oeltermann. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

 Sommer, Sonne, Freibad – die ideale Kombination. Doch trotz der derzeitigen Rekordtemperaturen könnten es aus Sicht des Hallen- und Freibad in Pattensen mehr Besucher sein. „Wir sind dankbar für diesen Sommer, der seinen Namen verdient“, sagte Fred Oeltermann, der Geschäftsführer des Bads. Aber dennoch sei die vorläufige Bilanz gemischt. Im sehr warmen Mai seien schon ein Drittel mehr Besucher als im Vergleichszeitraum 2017 gekommen. „Aber im Juni sind es eher etwas weniger.“

Der Juli laufe deutlich besser: „Schon jetzt haben wir 1000 Besucher mehr gezählt, als im Juli 2017“, sagte Oeltermann. Dennoch habe das Bad aus anderen Jahren „ganz andere Rekordzahlen“ vorzuweisen. „Trotz des guten Wetters, ist es hier nicht überlaufen“, sagte Oeltermann. Offenbar seien viele regelmäßige Nutzer und Familien mit Kindern in den Urlaub gefahren. Auch die Gruppe der jugendlichen Badegäste sei derzeit überschaubar. „Es könnte im August wieder anziehen, wenn alle aus dem Urlaub zurück sind“, hofft der Badmanager.

Bad sucht qualifiziertes Personal

Wenn die Freibadsaison läuft, entscheidet das Management des Pattenser Bads je nach Wetterlage, ob das Frei- oder das Hallenbad geöffnet wird. Das Personal muss sparsam und effizient eingesetzt wird. „Uns fehlen Fachangestellte“, sagt Badmanager Fred Oeltermann. Längerfristige Erkrankungen haben den Mitarbeiterpool geschwächt.

Oeltermann würde den Badegästen selbst im Hochsommer gerne die Möglichkeit bieten, auch ins Hallenbad zu gehen. Doch aus Sicherheitsgründen können dort wegen der knappen Besetzung höchstens Schwimm- und Gesundheitskurse trainieren, weil dann eine Aufsicht dabei ist. Gesucht werden Mitabeiter mit der Qualifikation zum „Fachangstellten für Bäderbetriebe“ für eine unbefristete Vollzeit- und eine bis Herbst befristete Teilzeitstelle. Doch auch über das Arbeitsamt meldet sich kein geeigneter Kandidat.

„Dabei ist das so ein interessanter und vielseitiger Beruf“, versichert Oeltermann. Es reiche bei weitem nicht aus, nur am Beckenrand zu stehen. Notwendig sei Verständnis für Technik und Hygiene. Deshalb könnte er sich auch einen gelernten Techniker oder Elektriker vorstellen, der aber den Rettungsschwimmer in Silber gemacht haben sollte. „Dazu kommt die Kommunikation mit den Kunden“, sagt Oeltermann. „Da sind Kleinkinder mit ihren Eltern, Jugendliche, die auch mal Blödsinn machen, Leute, die wieder gesund werden wollen, Senioren... Und die Mitarbeiter spielen als Moderatoren eine wichtige Rolle.“

Die Geschichte des Pattenser Bades ist wohl einmalig. Es wurde, als die Stadt Pattensen es 2003 aus Kostengründen schließen wollte, durch den überwältigenden Protest der Bürger gerettet. Seitdem wird das Pattenser Bad (pab) von der gemeinnützigen Betriebs-GmbH geführt, finanziell unterstützt von der Stadt und getragen von sehr viel ehrenamtlichem Engagement. Seit dem Proteststurm gibt es den Förderverein Rettungsring, der aktuell mehr als 1000 Mitglieder hat, die nicht nur aus Pattensen kommen.

Der Fördervereins-Vorsitzende Klaus-Dieter Theur spricht ein weiteres Problem an: die verschobene Sanierung der sogenannten Beckenköpfe. Die Beckenköpfe sind seit der Eröffnung vor mehr als 40 Jahren noch nie ausgetauscht worden. Sie befinden sich am Rand des Beckens und halten das Wasser davon ab, in den darunterliegenden Beton zu fließen. Die Stadt finanziert die Sanierung mit 150 000 Euro. Aber auf die Ausschreibung hat sich keine Firma gemeldet, deshalb wird das Projekt um ein Jahr verschoben.

Der Eingangbereich des Pattenser Hallen- und Freibads soll innen und außen einladender gestaltet werden. Quelle: Kim Gallop

Das sei auch ärgerlich für den Rettungsring der im Zuge der Bauarbeiten – und in enger Abstimmung mit der Stadt - seine eigenen Pläne umsetzen und auch finanzieren wollte, zum Beispiel die Umstellung der Beckenbeleuchtung auf LED. Damit rückt auch ein weiteres Projekt in die Ferne: die Umgestaltung des Eingangsbereichs, der saniert werden muss und einladender werden soll. „Wir hatten schon Angebote von örtlichen Firmen“, sagte Theur bedauernd. Schließlich wolle er den Fördervereinsmitgliedern und den Aktiven, die ehrenamtlich das große Außengelände pflegen oder beim Floh- und Adventsmark Spenden sammeln, auch zeigen, dass es voran geht mit dem Bad.

Von Kim Gallop

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