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Pattensen Diebe brechen in die Marienburg ein
Umland Pattensen Diebe brechen in die Marienburg ein
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16:13 12.09.2018
Laut Polizei wurden mehrere Säbel und Vorderlader gestohlen. Quelle: Rainer Dröse
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Pattensen

Einbruch in die Marienburg: Diebe haben aus dem Museum mehrere Ausstellungsstücke gestohlen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, ereignete sich die Tat bereits in der Nacht zu Montag. Ein Mitarbeiter hatte am Morgen festgestellt, dass sich jemand „gewaltsam Zutritt zu den Räumlichkeiten verschafft hatte“. Nach bisherigen Erkenntnissen erbeuteten die Diebe mehrere historische Waffen und eine Skulptur – darunter Säbel und sogenannte Vorderlader. „Die genaue Schadenshöhe kann derzeit noch nicht beziffert werden“, sagt Polizeisprecherin Kathrin Pfeiffer. Das Museum sei gerade dabei, eine Liste der gestohlenen Gegenstände anzufertigen.

Neben dem materiellen Schaden ist der Diebstahl auch ein Verlust von Kulturgut: „Die Objekte sind vermutlich Unikate, die zur Geschichte der Welfen und damit zur Geschichte Niedersachsens gehören“, sagt der Historiker Thomas Vogtherr. „Sie haben ihren Platz auf der Marienburg.“

Eigentlich gut gegen Einbrecher geschützt

Die Marienburg in Pattensen wurde um 1860 erbaut; sie war ein Geschenk des letzten hannoverschen Königs Georg V. an seine Frau Marie. Seit April ist dort eine Ausstellung über Hannovers letztes Königspaar zu sehen, in der unter anderem historische Urkunden und Möbel, Gemälde und Kleider gezeigt werden. In einem anderen Raum werden auch historische Waffen präsentiert. Die Marienburg gilt eigentlich als besonders gut gegen Einbrüche geschütztes Gebäude. Bis heute ist sie im Privatbesitz der Welfen; Hausherr ist Ernst August Prinz von Hannover. Für eine Stellungnahme war er am Mittwochnachmittag zunächst nicht zu erreichen.

Da die Täter unerkannt fliehen konnten, hoffen die Ermittler nun auf Zeugenhinweise. Personen, die zwischen Sonntag, 18.30 Uhr, und Montag, 7 Uhr, etwas Verdächtiges beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Telefon (05041) 942 90 bei der Polizei Springe zu melden.

Von Peer Hellerling und Simon Benne

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