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Pattensen Schulausschuss ringt um den Haushalt 2019
Umland Pattensen Schulausschuss ringt um den Haushalt 2019
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00:19 16.12.2018
Taschen in Formation: So eine Ordnung würden sich Schüler und Lehrer auch für die Schulmensa wünschen. Quelle: HAZ Archiv
Pattensen

Um viele einzelne Posten mit hohen und niedrigen Beträgen im Haushaltsentwurf für 2019 hat der Schulausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend gerungen. Strittig waren zum Beispiel die zwei von der Ernst-Reuter-Schule (KGS) beantragten sogenannten iPad-Koffer für insgesamt 9000 Euro. Marion Kimpioka brachte für die SPD den Antrag ein, einen Koffer – in dem jeweils 16 Geräte sind – zu streichen. Gestrichen werden sollten auch 20.000 Euro für neue Stühle für die Aula.

Die Summe für die Stühle wurde mit Mehrheit gestrichen. Georg Thomas (CDU) berichtete, dass die Schulleitung bestätigt habe, dass es auch noch eine Weile mit den alten Stühlen geht. Die beiden iPad-Koffer blieben schließlich im Haushaltsentwurf drin. Ulrich Ziehn, Didaktischer Leiter der KGS und Mitglied im Schulausschuss, musste aber viele Fragen dazu beantworten. Klaus Iffland (UWG) sagte, Tablets wären wesentlich günstiger, es müssten doch nicht immer Produkte von Apple sein. Ziehn erläuterte, dass es an der KGS keinen Systemadministrator gibt. Die gewünschten Geräte bräuchten wesentlich weniger Wartung, betonte er. Auf eine Rückfrage versicherte er, dass die Schule nicht vorhabe, jeden Schüler mit einem Gerät auszustatten. Langfristig sei es das Ziel, dass die Eltern diese „Lernmittel“ bezahlen.

Auch über Sitzgelegenheiten für den Neubau, die mit 30.000 Euro veranschlagt sind, wurde diskutiert. Jörg Walkowiak (SPD) fragte nach, warum diese aus feuerfestem Material sein müssten, was sie entsprechend teuer macht. Sylvia Düring vom Sachgebiet Bildung erläuterte, dass das eine Auflage des Brandschutzbeauftragen der Region sei. „Diese Auflage ist rechtlich nicht haltbar“, sagte Walkowiak, „davon ist die SPD überzeugt.“ Er schlug vor, die Summe drin zu lassen, aber mit einem Sperrvermerk zu versehen, bis die Frage geprüft sei. Elternvertreterin Susanne Farkhar sagte: „Die Beschaffung duldet keinen Aufschub: Hunderte von Schülern sitzen in den Pausen jeden Tag auf dem kalten Boden.“ Der Sperrvermerk fand schließlich eine Mehrheit.

Eine Mehrheit fand auch ein Antrag von Marion Kimpioka. Sie schlug vor, die Schulbudgets – nicht nur die für die KGS – in einer größeren Runde mit allen Beteiligten neu zu verhandeln. Gleichzeitig sollten die jeweiligen Schulleitungen weitgehend eigenverantwortlich über die Verteilung der Mittel entscheiden können. Dann müssten weniger Anträge an die Stadt als Schulträger gestellt werden. „So war es eigentlich gedacht“, sagte Düring, „es ist aber in letzter Zeit ausgeufert.“ Der Haushaltsentwurf wurde schließlich mit einigen Änderungen als behandelt empfohlen.

In der anschließenden Diskussion über das Haushaltssicherungskonzept, ging es um einen weiteren Wunsch die KGS. Wie Bürgermeisterin Ramona Schumann erläuterte, habe die Stadtverwaltung in dem Konzept auch aufgeführt, welche Posten sie zur Schonung des Budgets von sich aus gar nicht erst aufgenommen hat. Darunter war auch ein Schulranzenregalsystem für 7000 Euro für die KGS-Mensa.

„Die Situation in der Mensa ist eine Katastrophe“, erläuterte Ziehn den Hintergrund. Zu den Essenszeiten würden in und sogar vor der Mensa die Ranzen und Taschen herumliegen – auch bei Regen. Eltern hätten sich schon beschwert, dass Ranzen beschädigt wurden. Thomas sagte für die CDU und Walkowiak für die SPD, dass die Fraktionen nochmals diskutieren wollten, ob nicht Mittel im Haushalt eingeplant werden könnten. Bürgermeisterin Schumann sagte, dieser Vorgang zeige, „warum die Diskussion im Ausschuss so wichtig ist. Das ist genau der richtige Weg.“

Von Kim Gallop

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