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Pattensen Schon wieder neue Löcher im Milchweg
Umland Pattensen Schon wieder neue Löcher im Milchweg
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18:06 07.02.2018
Die Fahrbahndecke wurde 2017 schon an einigen Stellen geflickt, doch auch dort sind neue Löcher sichtbar. Quelle: Foto: Müller
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Schulenburg

Der Milchweg in Schulenburg ist auf etwa 250 Metern gesäumt von Schlaglöchern und Rissen. Zwar wurde die Fahrbahndecke 2017 schon an einigen Stellen geflickt, doch auch dort sind bereits neue Löcher sichtbar. 2013 war die Sanierung schon einmal Thema im Ortsrat, bisher fehlten jedoch die Gelder. 

"Der Zustand der Straße wird immer schlechter", gibt Anwohner Wolfgang Mecke zu bedenken. Dies teilte er auch der Stadt Pattensen in einem Schreiben mit, in dem er erneut – wie erstmals vor mittlerweile fünf Jahren – einen Antrag auf einen verkehrsgerechten Ausbau des Milchwegs zwischen Dresdener Straße und Grünes Tal im Rahmen des vor vier Jahren angekündigten Straßensanierungsprogramms stellt. Dass sich alle Anlieger an einem solchen Ausbau finanziell beteiligen müssen, ist ihm bewusst. Deshalb weist Mecke auch darauf hin, dass es den Gemeinden laut Niedersächsischer Staatskanzlei seit November 2015 freigestellt ist, ihre Satzung bezüglich der Straßenbaubeiträge sozial verträglich zu ändern. "Man könnte die Kosten über die Grundsteuer oder den allgemeinen Haushalt finanzieren", so Mecke. "Damit würden Härtefälle für den einzelnen Betroffenen Bürger bei der Straßensanierung entfallen."

Auch Familie Sander, die in der Kurzen Straße in unmittelbarer Nähe lebt, sieht die Situation am Milchweg aufgrund der löchrigen Fahrbahndecke und des fehlenden Gehsteigs kritisch. "Wir würden uns wünschen, dass da etwas passiert", so Jürgen Sander. "Aber es wäre vernünftig, die Kosten dafür auf die Grundsteuer umzulegen", gibt auch er zu bedenken.

"Zur Zeit ist keine Sanierung des Milchwegs in Planung", sagt Pattensens Erster Stadtrat Axel Müller, der auch für das Baudezernat der Stadt Pattensen verantwortlich ist. "Wir haben für alle Straßen im Stadtgebiet ein Straßenzustandskataster erstellen lassen, das uns mittlerweile auch vorliegt. Die Ergebnisse werden wir schnellstmöglich den politischen Gremien vorlegen." Noch in diesem Jahr werde anhand des Katasters eine Prioritätenliste und ein Sanierungskonzept erstellt. Mit der Umsetzung soll 2019 begonnen werden. Von insgesamt 80 Kilometern Gemeindestraßen seien allerdings einige Straßen in einem sehr schlechten Zustand, so Müller weiter, deren Verbesserung das Ziel des Programms sei. "Der Haushalt ist limitiert", sagt er weiter. "Die Sanierung wird sich über mehrere Jahre ziehen. Das braucht einfach Zeit." 

"Wir kennen den schlechten Zustand des Milchwegs", sagt Svenja Blume, Ratsmitglied und Schulenburger Ortsbürgermeisterin. "Allerdings liegt den Ortsräten das Straßenzustandskataster noch nicht vor, und wir kennen die genauen Untersuchungsergebnisse nicht. Welche Straßen bei der Sanierung Priorität haben werden, können wir deshalb noch nicht abschätzen." Denn neben dem Milchweg seien in allein Schulenburg beispielsweise auch die Straßen Meiersortweg und Grünes Tal in einem schlechten Zustand.

Von Carolin Müller

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