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Nachrichten Entwicklung des Scheunenviertels ist offen
Umland Pattensen Nachrichten Entwicklung des Scheunenviertels ist offen
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00:29 03.03.2018
Die Stadt will einen neuen Bebauungsplan für das Scheunenviertel festlegen. Das Bild zeigt den Bereich zwischen Jeinser Straße im Osten, Göttinger Straße im Westen und Braunschweiger Straße im Süden. Quelle: Stadtverwaltung Pattensen
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Pattensen-Mitte

 Ein besonderes Entwicklungspotenzial sieht die Pattenser Stadtverwaltung für das sogenannte Scheunenviertel. Es umfasst das Straßendreieck Göttinger Straße, Jeinser Straße und Braunschweiger Straße. Bereits 2014 hat der Rat für eine Neuaufstellung des Bebauungsplans gestimmt. Ebenso beschlossen wurde eine Veränderungssperre, die Bauvorhaben ausschloss, die den Planungen entgegenstehen könnten. Diese läuft jetzt nach zweimaliger Verlängerung aus. Doch ein Entwicklungskonzept gibt es noch nicht.

„Die Stadt hatte sich damals bewusst entschieden, keine Vorgaben zu machen, sondern die große Zahl von Eigentümern in dem Bereich gebeten, sich Gedanken über ein städtebauliches Konzept zu machen. Die Interessen dort sind sehr unterschiedlich“, sagt der Erste Stadtrat Axel Müller. Die Eigentümer hatten dann 2016 ein Erschließungskonzept zur Vermarktung der Grundstücke vorgelegt, das allerdings öffentliche Belange und die Erschließung nicht ausreichend berücksichtigte. Das Konzept wurde deshalb von der Stadt abgelehnt. Ein neues wurde seitdem nicht eingereicht. 

Die Verwaltung schlägt deshalb vor, jetzt das Planungsziel des Bebauungsplans zu ändern. Vorrangig soll damit eine Bestandssicherung der Gebäude und Freiflächen erwirkt werden, um „eine drohende unkontrollierte bauliche Entwicklung“ zu verhindern, wie es in einer Verwaltungsvorlage heißt. So könnten künftige Entwicklungsmöglichkeiten für eine Erschließung der inneren Flächen und zum Beispiel für einen Anschluss an die Jeinser Straße offen gehalten werden. 

Der Entwurf sieht vor, den Innenbereich als Mischgebiet mit nicht überbaubaren Grundstücksflächen auszuweisen, so dass keine großen Gebäude errichtet werden können. Ausgenommen sind untergeordnete Nebenanlagen wie Unterstände oder Schuppen. Auch das temporäre Abstellen von Anhängern soll weiterhin möglich sein. 

Auch die Grundstücksflächen an der Westseite der Braunschweiger Straße sollen als Mischgebiet eingestuft werden, da hier vorrangig keine landwirtschaftlichen Betriebe mehr angesiedelt sind, sondern eine Mischung aus Wohnen, Handwerk und anderen betrieblichen Nutzungen vorherrscht. Die Grundstücksflächen an der Ostseite der Braunschweiger Straße werden weiterhin als Dorfgebiet festgesetzt, der derzeitigen landwirtschaftlichen Nutzung entsprechend.  

„Da die Veränderungssperre nicht erneut verlängert werden kann, müssen wir als Stadt jetzt reagieren“, sagt Müller. Er weist aber darauf hin, dass auch der neue Bebauungsplan nicht in Stein gemeißelt sei und wieder verändert werden kann. Zurzeit gebe es jedoch noch keine konkreten Planungen zur weiteren Entwicklung des Gebiets. 

Über das Thema spricht der Ortsrat in Pattensen-Mitte am Donnerstag, 1. März. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr im Calenberger Hof.

Von Tobias Lehmann

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