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Umland Pattensen Nachrichten Grüne wollen mehr Solarzellen auf Dächern
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00:18 30.09.2017
Von Kim Gallop
Um ihren Antrag zu verdeutlichen, haben die Grünen eine Fotomontage angefertigt, die eine Solarwärmanlage auf dem historischen Rathaus zeigt. Quelle: Uwe Hammerschmidt
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Pattensen-Mitte

Mit ihrem Vorstoß greifen die Grünen einen Vorschlag auf, den die Schüler der Ernst-Reuter-Schule (KGS) Pattensen beim politischen Planspiel Pimp Your Town erarbeitet hatten. "Damit aus dieser Idee Realität wird, fordern die Grünen Politik und Verwaltung auf, eine mögliche Umsetzung zur prüfen, zu diskutieren und Wege zur Umsetzung aufzuzeigen", sagte Ratsmitglied Uwe Hammerschmidt. "Die guten Ideen sollten nicht auf der Strecke bleiben."

Nach Aussage der Grünen eignen sich Dachflächen gut, um den eigenen Strombedarf zum Großteil zu decken. Zusätzlich benötigte Energie wird zugekauft, überschüssige Energie wird dabei ins öffentliche Netz eingespeist oder gespeichert. Ob und welche städtischen Gebäudedächer sich in Pattensen besonders gut eignen, sollen Gespräche klären. Hammerschmidt nennt als Beispiel das noch recht neue Gebäude der Kindertagesstätte Ruther Straße, denkbar wären aber auch die Dachflächen am neuen Rathaus oder auf dem Hallenbad.

Diskutiert werden soll nach Meinung der Grünen auch die Möglichkeit von Bürgersolaranlagen, bei der die Bürger zu Stromproduzenten werden. Die Bürger könnten sich zusammentun und anteilig die Anlage finanzieren. Dass die Stadt so eine Initiative selbst organisiert, hält Hammerschmidt für unrealistische. "Das ist ein relativ hoher Verwaltungsaufwand", sagte er. "Aber die Stadt könnte mit gutem Beispiel voran gehen und ihre Flächen zur Verfügung stellen." Sandra Stets, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, ergänzte: "Wir unterstützen jegliche Aktivitäten in diese Richtung und wünschen uns dies von allen Beteiligten, die es ernst meinen mit einer zukunftsfähigen Energieversorgung."

Förderung für Kommunen möglich

Nach Auskunft von Stets ist das wichtigste Förderprogramm für Kommunen die so genannte Kommunalrichtlinie („Richtlinie zurFörderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmender Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)“). Das Bundesumweltministerium fördere mit diesemumfangreichen Förderprogramm Klimaschutzprojekte in unterschiedlichen Bereichen.

Als Beispiel führte Stets das Einspar-Contracting an. Dabei verantwortet der Contractor die gewerkeübergreifende Optimierung der Gebäudetechnik und des Anlagenbetriebes. Es kommt nur bei Bestandsbauten zur Anwendung. Der Contractor verpflichtet sich, vorhandene Einsparpotenziale zu identifizieren und zu erschließen.

Der Vorteil: Notwendige Investitionen werden aus den Energiekosteneinsparungen finanziert. Vertraglich garantiert derContractor den Erfolg der Energieeinspar-Maßnahmen über eine feste Laufzeit. Somit ist die garantierte  Energiekosteneinsparung ein wesentlicher Vertragsbestandteil und dient zur Refinanzierung der umgesetzten Maßnahmen innerhalb der Vertragslaufzeit.

Hammerschmidt räumte auf Nachfrage an, dass bei diesem Modell der Contractor - der in die Anlage investiert hat - daraus den Großteil des wirtschaftlichen Nutzens zieht. "Die Stadt könnte aber eventuell günstigen Strom abnehmen", sagte er. Es sei das Anliegen der Grünen, dass die Möglichkeiten einmal wirklich geprüft werden und nicht gleich alles abgelehnt wird, weil es angeblich zu teuer ist. In der Vergangenheit seien schon zu viele ähnliche Initiativen an solchen Bedenken gescheitert.

Rat entscheidet über Zukunft der Grundschule

Der Rat der Stadt Pattensen trifft sich am Donnerstag, 28. September. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Aula der Ernst-Reuter-Schule, Platz St. Aubin. Dabei soll unter anderem entgültig entschieden werden, wie es mit der Grundschule Pattensen weitergehen soll. Weiterer Themen sind das Ende des Schulkindergartens und eine Resolution zur Finanzausstattung der Städte und Gemeinden. Neben den Grünen haben auch die Freien Wähler Pattensen beantragt, einzelne Vorschläge von Pimp Your Town zu prüfen - etwa den Ausbau des Internets oder Unterstützung für Klassenfahrten. Dabei soll der Rat beschließen, über welche Vorschläge er beraten will.

Auf ihrer fiktiven Ratssitzung des Planspiels Pimp Your Town diskutieren und beschließen die Pattenser Schüler  ausgewählte Anträge. Quelle: Torsten Lippelt

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