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Umland Pattensen Nachrichten Von der Politikerin zur Naturschützerin
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00:15 06.12.2016
Die Pflege von Kopfweiden ist eines der Themen, um das sich Gertraude Kruse zurzeit kümmert. Quelle: Stephanie Zerm
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Pattensen-Mitte

Gertraude Kruse gehört zu den Menschen, die da sind, wenn man sie braucht, und die sich engagieren, wenn sie etwas verändern wollen. "Wenn mir eine Sache wichtig ist, bin ich schnell bereit, auch Verantwortung zu übernehmen", sagt die 77-Jährige, die 1966, als sie ihr erstes Kind erwartete, mit ihrem Ehemann nach Pattensen zog. Dass sie auch dort Verantwortung übernehmen würde, war schnell klar. Nur zwei Jahre später, 1968, wurde die Mutter von inzwischen zwei Kindern für die SPD in den Pattenser Rat gewählt.

"Dass ich mich einmal politisch engagieren will, war mir schon in jungen Jahren klar", sagt die gelernte chemisch-technische Industriekauffrau, die von Pattensen aus den Sprung in die Landespolitik schaffte und von 1990 bis 1998 Mitglied des Niedersächsischen Landtages war. 1996 wurde sie vom Kreistag als erste Frau zur Landrätin des Landkreises Hannover gewählt. Dieses Amt übte sie aus, bis sie 1998 zur Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Hannover ernannt wurde. Sie war bis 2003 letzte Inhaberin dieses Amtes. 2004 wurden die Bezirksregierungen abgeschafft und Gertraude Kruse ging in den Ruhestand.

"Ich hatte eigentlich vor, mich dann nur noch um meine Familie zu kümmern, Radtouren und Wanderungen zu unternehmen und wieder mehr Sport zu machen", sagt die ehemalige Politikerin. Doch daraus wurde nichts. Denn wenn der Pattenserin etwas wichtig ist, muss sie sich auch engagieren. Daher arbeitete sie ab 2005 im Arbeitskreis Stolpersteine mit, der die Verlegung von 13 Gedenktafeln vorantrieb, die an die jüdischen Opfer der NS-Zeit in Pattensen erinnern. Seit 2009 hilft sie außerdem einmal in der Woche bei der Essensausgabe der Tafel in Pattensen.

Seit 2007 ist Gertraude Kruse auch in der BUND Arbeitsgruppe Pattensen aktiv und hat bei der Anlage von zwei Streuobstwiesen geholfen. "Natur- und Umweltschutz lag mir schon immer sehr am Herzen", sagt sie. Als ehemalige Kanutin sei sie sehr naturverbunden. Als man sie vor fünf Jahren dann fragte, ob sie beim Aufbau der Ökologischen Station Mittleres Leinetal (ÖSML) helfen wolle, hat sie nicht lange gezögert, führte zahlreiche Gespräche mit dem Land Niedersachsen, bis die Ökologische Station im April 2004 - mit Gertraude Kruse als Vorsitzender - von den Naturschutzverbänden BUND, Nabu sowie der Paul-Feindt-Stiftung aus Hildesheim gegründet wurde. Seitdem lenkt sie die Geschicke des Vereins, der sich zurzeit mit der Erfassung von Kopfweiden und Feldhamstern sowie dem Bibermanagement im Leinetal beschäftigt.

Ökologische Station Mittleres Leinetal (ÖSML) auf einen Blick

Die Ökologische Station Mittleres Leinetal kümmert sich um den Schutz und die Pflege der Natur und Landschaft im Gebiet von Hannover-Herrenhausen im Norden, dem Raum Hildesheim im Süden, dem Quellgebiet der Ihme im Westen und der A 7 im Osten.

Die Station unterstützt die Aktivitäten des ehrenamtlichen und bei Bedarf auch die des amtlichen Naturschutzes. Dazu betreuen die Mitarbeiter Schutzgebiete, erforschen unter anderem die Tier- und Pflanzenwelt und beraten die öffentliche Verwaltung. Seit Juli 2016 wird die ÖSML vom Land Niedersachsen finanziell gefördert.

Der Schutz des stark gefährdeten Feldhamsters gehört zu den Aufgaben der Ökologischen Station. Quelle: Lars Griebner

Von Stephanie Zerm

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