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Umland Pattensen Nachrichten Feuerwehr rettet bei Übung Eingeschlossene
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00:20 20.05.2018
Die Freiwilligen Feuerwehren Pattensen, Koldingen und Oerie müssen bei der Übung auch vermisste Personen finden und retten. Quelle: Thorsten Steiger
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Pattensen

 Damit die Feuerwehrleute im Ernstfall möglichst gut reagieren und reibungslos zusammenarbeiten können, werden immer wieder Übungen angesetzt – auch unangekündigte. Haben die herbeigeeilten Einsatzkräfte erkannt, dass es nur eine Übung ist, werden die Szenarien trotzdem komplett abgearbeitet, damit die Abläufe geübt werden können. 

Eine Alarmübung der Freiwillige Feuerwehr der Stadt Pattensen am Mittwochabend war so realistisch, dass ein in Pattensen wohnender Arzt zum Einsatzort eilte, um seine Hilfe anzubieten. Das sei „Zivilcourage, die sicherlich nicht nur durch den hippokratischen Eid erzeugt“ worden sei, sagte Thorsten Steiger anerkennend, Sprecher  der Stadtfeuerwehr Pattensen.

Am Mittwoch gegen 18.30 Uhr waren die Ortsfeuerwehren Pattensen, Koldingen und Oerie alarmiert worden. Gemeldet wurde per Funkmeldeempfänger „Feuer in einem Einfamilienhaus“ an der Schützenallee mit „mehreren eingeschlossenen Personen“. 

Das Übungsszenario hatte Ulrich Fleischmann augearbeitet, der stellvertretende Ortsbrandmeister von Pattensen. Familie Jausch hatte ein zum Abriss vorgesehenes Wohnhaus für die Übung zur Verfügung gestellt. Die Feuerwehr Pattensen war mit 6 Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften vor Ort, die Feuerwehr Koldingen mit 2 Fahrzeugen und 9 Einsatzkräften und die Feuerwehr Oerie mit 2 Fahrzeugen und 12 Einsatzkräften. Kameraden der Ortsfeuerwehr Hiddestorf unterstützten die Übung als Statisten.

Die Lage präsentierte sich zunächst im Wortsinnen unübersichtlich: Fünf Nebelmaschinen vom Keller bis zum Dachgeschoss ließen keine „Sicht“ im Inneren des Hauses zu. Die Hauptaufgabe war es zunächst, die sechs eingeschlossenen Personen aus dem Gebäude zu befreien, an zweiter Stelle stand die Bekämpfung des simulierten Feuers. 

„Über eine Steckleiter konnte innerhalb weniger Minuten nach Alarmierung ein Erstzugang zum Obergeschoss geschaffen werden“, berichtet Steiger. Insgesamt acht Einsatztrupps unter Atemschutz drangen nacheinander durch den Eingangsbereich im Hochparterre sowie in das Untergeschoss vor. Die Lage wurde noch schwieriger, als – dem geheimen Drehbuch folgend – einer der Feuerwehrmänner unter Atemschutz gesundheitliche Progleme simulierte. Die Feuerwehrleute suchten das Gebäude systematisch nach den eingeschlossenen Menschen ab. „Mit Hilfe von Tragen, Rettungstüchern oder bloßer Muskelkraft konnten die ,vermissten’ Personen aus dem Gebäude verbracht werden“, berichtet Steiger. „Zeitgleich wurde eine Wasserversorgung aufgebaut und mit drei Strahlrohren das ,Feuer’ bekämpft.“ 

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„Brennendes Einfamilienhaus an der Schützenallee, mehrere Personen eingeschlossen“ – so lautete das Szenario der Übung für die Feuerwehren am Mittwochabend. Die Ortsfeuerwehren Pattensen, Koldingen und Oerie waren im Einsatz.

Etwa eine Stunde nach der Alarmierung konnte Ulrich Fleischmann den Befehl „Zum Abmarsch fertig“ geben und damit die Übung beenden. Nach Auskunft von Steiger waren alle Beteiligten mit der Abarbeitung der Einsatzlage zufrieden, auch Pattensens Ortsbrandmeister Uwe Fleischmann, der vor Ort war. Die drei Ortsfeuerwehren hätten gut zusammengearbeitet und auch der Einsatz der Atemschutztrupps habe gut funktioniert.

Von Kim Gallop

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