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Nachrichten Spender bringen Mobile-Kita in Bewegung
Umland Pattensen Nachrichten Spender bringen Mobile-Kita in Bewegung
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14:03 23.02.2018
In Bewegung: Katrin Rieger (von links), Petra von Roon, Maren Taube und Silke Alt schauen den Kindern zu. Quelle: Kim Gallop
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Pattensen-Mitte

 Die vom Verein Mobile getragene Kindertagesstätte an der Ruther Straße in Pattensen ist auf dem besten Weg, sich das „Markenzeichen Beweungskita“ zu verdienen. Derzeit läuft der Zertifizierungsprozess. Deshalb hat sich das Betreuerteam um Leiterin Maren Taub umso mehr über Spenden im Wert von mehr als 1000 Euro gefreut. Aufgestockt durch Eigenmittel, die die Kita bei Festen eingenommen hat, konnten damit Spielgeräte für den Bewegungsraum angeschafft werden.

Die TUI-Stifung hatte auf Vorschlag eines Mitarbeiters, der Vater eines Kita-Kindes ist, gut 970 Euro gespendet, damit – ergänzt durch Eigenmitteln in Höhe von gut 545 Euro – ein sogenannter Sprungkasten mit Kletterlaufbrett und Kletterleiter angeschafft werden konnte. Aus weiteren Eigenmitteln, die beim Verkauf von Speisen, Geränken und Tombolalosen zusammengekommen waren, konnte die Kita einen Weichbodenmatte für knapp 770 Euro kaufen. Petra von Roon vom gleichnamigen Küchenstudio hatte in einer Ankündigung der Kita gelesen, dass der Erlös vom Tag der offenen Tür für Rollbretter gedacht war. „Das können Sie gleich streichen“, sagte von Roon zu der hocherfreuten Taube und stellte selbst die knapp 100 Euro zur Verfügung. 

Das geht rund: Erzieherin Katrin Rieger gibt sind Kindern auf den Rollbrettern Tipps. Quelle: Kim Gallop

An der Ruther Straße besuchen insgesamt 70 Kinder 2 Krippen- und 2 Kindergartengruppen. Gestern schaute Petra von Roon im Bewegungsraum der Kita vorbei, um neun begeisterte Kindergartenkindern im Alter zwischen 3 und 6 Jahren beim Spielen zu erleben. Angeleitet und gelegentlich – falls es zu wild wurde  – behutsam korrigiert wurden die Kinder von den Erzieherinnen Silke Alt und Katrin Rieger.

Da war zu beobachten, wie die Kinder mit nackten Füßen (Taube beruhigend: „Im Bewegungsraum haben wir Fußbodenheizung.“) mit ganz unterschiedlichem Geschick die Leiter hochkletterten. Um dann ganz unterschiedlich flott – mal forsch, mal sehr zögerlich – von Sprungkasten herunter und in die dicke Matte zu springen.

Im Gespräch erläuterten Taube und Rieger, die stellvertretende Leiterin ist, dass die Ausstattung des Bewegungsraumes eine der Voraussetzungen für die Zertifizierung ist. Eine weitere ist die Schulung, die alle 13 der an der Ruther Straße beschäftigten pädagogischen Fachkräfte machen müssen. Zusätzlich brauchen zwei Beschäftigte –Silke Alt und Katrin Rieger – eine umfassendere Schwerpunktausbildung. Alt ist zudem noch Fachkraft für Psychomotorik, und Rieger ist Übungleiterin für Reha-Sport.

Bewegung spreche alle Entwicklungsbereiche an, berichtete Taube. Einerseits können Koordination und der Gleichgewichtssinn geschult werden. Andererseits aber auch die sozialen Fähigkeiten innerhalb der Gruppe. „Warten die Älteren, damit die Jüngeren auch zum Zuge kommen? Ist es spannend genug, dass sich die Größeren nicht langweilen? Traut sich die Jüngste, zum ersten Mal in die Matte zu springen?“ 

Der Bewegungsraum wird täglich von unterschiedlichen Gruppen von maximal 12 Kindern – unter Aufsicht – genutzt. Die Krippenkinder üben sich dabei in anderen Spielen („Wer kann schon auf einem Bein hüpfen?“), als die Kindergartenkinder. Rieger betont, wie wichtig aber auch sogenannte situative Bewegungsangebote sind. Gerade nach einem verregnetem Wochende zu Hause, spüre sie die überbordende Energie der Kinder, sagt die Erzieherin: „Da ist Bewegung drin, und die muss raus.“ Dann würden alle Kinder im Morgenkreis sich so bewegen, dass der ganze Körper beteiligt ist.

Vorbild ist die Mobile-Kita an der Göttinger Straße, die bereits seit 2007 offiziell ds „Markenzeichen Bewegungskita“ trägt. Taube hofft, dass der Zertifizierungsprozess für die Ruther Straße Ende des Jahres erfolgreich abgeschlossen ist. „Was uns noch fehlt ist eine Deckenkonstruktion für Schaukeln und Schwingen.“ Doch die Stadt Pattensen habe schon signalisiert, dass sie den Wunsch als Verantwortliche für das Gebäude unterstützt und habe bereits die statischen Voraussetzungen geschaffen.

Von Kim Gallop

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