Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Landfrauenverein feiert 70-jähriges Bestehen
Umland Pattensen Nachrichten Landfrauenverein feiert 70-jähriges Bestehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:50 25.02.2018
Annegret Burgdorf, Vorsitzende der Pattenser Landfrauen, blickt auf die 70-jährige Geschichte des Vereins zurück. Quelle: Daniel Junker
Pattensen

 Mit einem großen Sektempfang mit Kuchenbüfett haben die  Landfrauen Pattensen am Mittwochnachmittag des 70-jährige Bestehen ihres Vereins im Ratskeller gefeiert. Die Vorsitzende Annegret Burgdorf blickte auf die Anfänge des Zusammenschlusses der Frauen zurück, die sich heute vor allem im sozialen Bereich für die Gemeinschaft der Frauen in ländlichen Gebieten einsetzen und mit ihrem ehrenamtlichen Engagement auch das kulturelle Leben in Pattensen bereichern.

Über die Jahrzehnte hätten sich die Themen im Landfrauenverein verändert. „Waren es damals die Bäuerinnen, die die Themen vorgaben, haben wir heute Frauen aus allen Berufen und auch vielen Ländern in den Vereinen.“ Dementsprechend habe sich das Angebot an die heutigen Bedürfnisse angepasst. Heute organisiert der Pattenser Landfrauenverein, der aktuell 210 Mitglieder zählt, vor allem Vorträge, Veranstaltungen und Fahrten. Nach wie vor verfolgen die Landfrauen aber das Ziel, dass das „Lebensumfeld auf dem Lande an Lebensqualität gewinnt“, sagte Burgdorf.

120 Mitglieder des Landfrauenvereins Pattensen haben am Mittwoch im Ratskeller das 70-jährige Bestehen ihre Vereins gefeiert –mit Sektempfang, Tanz und Kuchenbüfett.  

„Der Landfrauenverein Pattensen wurde am 23. Februar 1948 von 24 tatkräftigen Frauen aus Pattensen, Hüpede und Oerie gegründet“, berichtete die Vorsitzende den etwa 120 Landfrauen im Ratskeller. Der Zusammenschluss habe an die Tradion der landwirtschafltlichen Hausfrauenvereine angeküpft. „Mit ihrer damaligen Arbeit leiteten die Landfrauen einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der schwierigen Nachkriegszeit.“ 

Vorrangig sei es in den ersten Jahren nach der Gründung des Vereins darum gegangen, Informationen auszutauschen – vorwiegend über Hauswirtschaft und die Arbeit in den Betrieben. „Man traf sich, um über Geflügelzucht, Haushaltsführung und Gartenbau zu reden oder Neuerungen kennenzulernen“, erläuterte Burgdorf. In den Jahren nach dem Krieg habe sich das Leben der Frauen stark verändert – auch aufgrund der technischen Neuerungen. „Es gab elektrische Geräte für die Küche und den Haushalt und bald auch Erleichterungen für die Wäsche mit der Waschmaschine.“ Zudem wurden damals auf den Dörfern Gefrierhäuser gebaut, in denen die Ernte aus dem Garten oder das Fleisch vom Schlachten eingefroren werden konnte. „Was in den fünfziger Jahren eine Besonderheit war, ist heute für uns alle selbstverständlich“, gab Burgdorf zu bedenken. 

In ihrem Grußwort lobte Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann, selbst Mitglied des Vereins, das Engagement der Mitglieder. „Durch die Frauenbande stärken sie den Zusammenhalt untereinander“, sagte Schumann, die die Landfrauen zudem als wichtiges Verbindungsglied zwischen dem Landvolk und der Stadt betrachtet. „Wir nehmen die Landfrauen in Pattensen sehr viel wahr.“ Der Zusammenschluss helfe den Frauen darüber hinaus, ihr Leben unabhängig zu gestalten. 

Für gute Stimmung im Ratskeller sorgten sechs Mitglieder des Vereinsvorstandes mit einem einstudierten Tanz. Im Anschluss referierte Heidi Krause-Frische in ihrem Festvortrag über die bereits von Schumann angesprochenen Frauenbande – am Beispiel eigener Freundschaften, die sie in ihrem Leben geschlossen hatte und aus deren Erfahrungen sie bis heute zehrt. So habe sie zum Beispiel gelernt, „dass Freundschaft nicht durch Leistung zu erkaufen ist. Dass sie unbezahlbar, nur geschenkweise zu erhalten ist!“ Freundschaft bestünde immer im wechselseitigen Geben und Nehmen. Das sei der Referentin in ihrer Jugend nicht immer klar gewesen. Auch Gemeinschaften wie die Landfrauen seien „ein guter Ort, um Freundschaften zu leben“.

Von Daniel Junker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach Meinung von Experten hat kein Wolf, sondern ein Hund am Sonntagnachmittag in Pattensen ein Reh gerissen. Doch es bleiben viele Fragen offen.

24.02.2018

Ein Mehrgenerationenhaus – nicht nur das in Pattensen – ist langfristig auf öffentliche Förderung angewiesen. Die Vorsitzende des Trägervereins Mobile hofft auf eine gesetzliche Regelung.

23.02.2018

Für Schulenburg soll ein Leitbild erarbeitet werden. Zunächst ist eine Umfrage geplant.

23.02.2018