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14:15 21.02.2018
Spürt die Herzlichkeit: Vikar Jan Sören Damköhler vor St. Georg in Jeinsen. Quelle: Kim Gallop
Schulenburg/Jeinsen

 Als Jan Sören Damköhler mit Pastor Christian Hüttmann über den Jeinser Weihnachtsmarkt gegangen ist, hat er „gefühlt 300 Hände geschüttelt“. Der neue Vikar ist für die evangelische Gemeinde von Schulenburg, Jeinsen, Vardegötzen und Schliekum mitverantwortlich und wohnt in Jeinsen. Auch, wenn er erst ein paar Wochen seiner Aufgabe nachgeht, hat er „schon viel Herzlichkeit verspürt“ und fühlt sich gut aufgenommen in den Gemeinden.

In Jeinsen gebe mit der AG Weihnachtsmarkt und dem Bürgerverein Jeinen „ein Dorfleben, das seinesgleichen sucht“, sagt Damköhler anerkennend. In Schulenburg hat der begeisterte Posaunist Kontakt zum Musikzug aufgenommen, dem er sich gerne anschließen will. In der Schulenburger Kirchengemeinde gefällt ihm „die Offenheit für Neues“, sagt er und nennt als Beispiele die Ausgestaltung des Kinderbibeltags und die Aufführung der Hubertusmesse in der Thomas-Kirche. „Kirchlich ist da viel los“, meint er. „Ich merke bei vielen Menschen eine Affinität zur Kirche, eine Verbundenheit.“ 

Über all der Freundlichkeit, die ihm begegnet, verschließt der Vikar aber auch nicht die Augen vor einen gegenläufigen Trend in der Gesellschaft. Ja, es seien deutschlandweit viele Kirchenaustritte zu beklagen, räumt er ein. Und auch er persönlich hat schon erlebt, dass sich Menschen von ihrer Gemeinde, ihrer Kirche abwenden. „Die Aufgabe der Kirche sollte es dann sein, gesprächsbereit zu sein, sich nicht zu verschließen.“ Dann könnte vielleicht wieder eine neue Verbindung hergestellt werden, hofft er.

Der heute 28-jährige Damköhler, der aus Coppenbrügge-Bisperode im Landkreis Hameln-Pyrmont stammt – wo seine Lebensgefährtin lebt -, fühlte sich früh „der Kirche verbunden“. Er denkt mit Dankbarkeit an den damaligen Pastor seiner Heimatgemeinde zurück. Etwa zur Zeit der Konfirmation habe er sich gedacht „Vielleicht ist der Beruf des Pastors etwas für mich“, berichtet der Vikar. Seinen Zivildienst hat er in seiner Kirchengemeinde abgeleistet und dann in Kiel und zeitweise auch in Großbritannien evangelische Theologie studiert. Er zog zur Examensvorbereitung nach Göttingen, wo er das sogenannte 1. theologische Examen abgelegt hat. Dann begann das etwa zweijährige Vikariat, das Damköhler als „Pastor in Ausbildung“ beschreibt. Nach dem Vikariat, das  von Pastor Christian Hüttmann begleitet wird, folgt für Damköhler das 2. theologische Examen und die Ordination zum Priester.

Seine Aufgaben als Vikar machen ihm Freude, bestätigt Damköhler. In der Kapelle in Schliekum hat er nicht seine allererste, aber seine erste Predigt innerhalb der Kirchenregion  Pattensen gehalten und in der Thomaskirche in Schulenburg seinen ersten Gottesdienst eigenverantwortlich geleitet. Es sei aufregend gewesen, aber er habe sich durch die Freundlichkeit der Gottesdienstbesucher gut aufgehoben gefühlt. „Auch, wenn mir mal ein Fehler unterlaufen ist.“ Er schätze an seiner Berufung die Konzentration auf den Menschen, wobei „man den spirituellen Aspekt nicht aus den Augen verlieren sollte“, betont er. „Es ist das Schöne an meinem Beruf, dass man sich in so vielfältiger Weise ausprobieren kann.“

Von Kim Gallop

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