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Nachrichten Ortsrat empfiehlt Änderungen für Scheunenviertel-Plan
Umland Pattensen Nachrichten Ortsrat empfiehlt Änderungen für Scheunenviertel-Plan
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01:59 05.03.2018
Planerin Lena Weber-Hupp (rechts) erläutert die Überlegungen für das Scheunenviertel. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

 Nach intensiven Beratungen hat der Ortsrat Pattensen-Mitte die Planungen zum sogenannten Scheunenviertel grundsätzlich empfohlen, allerdings mit einigen Änderungen. Der Bebauungsplan „Steintoranger“ wurde bei der Sitzung am Donnerstagabend ausführlich vom Ersten Stadtrat Axel Müller und Lena Weber-Hupp vom Planungsbüro SRL Weber vorgestellt. Seinen Eindruck und seine Verwunderung – die von anderen geteilt wurde – fasste Ortsratsmitglied Gerhard Dettmer (SPD) schließlich so zusammen: „Das ist eigentlich ein Nicht-B-Plan.“

Das ist sehr treffend ausgedrückt, denn mit dem B-Plan für die Fläche zwischen einem Teil der Göttinger Straße sowie Braunschweiger und Jeinser Straße soll ein großer Bereich als „nicht überbaubare“ Fläche festgesetzt werden. Außerdem sollen die dort vorhandenen Gebäude in den Plan aufgenommen und damit gesichert werden.

Hintergrund ist die zentrale Lage an der Göttinger Straße hinter dem neu gebauten Rathaus und die mögliche Anbindung an die umliegenden Straßen. In dem Bereich sieht die Stadtverwaltung von Pattensen ein großes Entwicklungspotenzial, wie Müller schilderte. Allerdings seien in den vergangenen Jahren mehrere Planungen gescheitert, weil sich die Eigentümer der Wiesen und großen Gärten nicht einigen konnten. Zwei Veränderungesperren sind abgelaufen. Jetzt will die Stadt mit dem B-Plan eine unerwünschte Bebauung blockieren.

„Was wollen Sie dort verhindern?“, fragte Dettmer. „Hohe Gebäude im Innenbereich“, antwortete Weber-Hupp. Auf dem Bereich, der als nicht überbaubar gekennzeichnet werden soll, könnten die Eigentümer weiterhin Anlagen wie Gartenschuppen oder Carports behalten oder neu errichten. Auch könnten die Eigentümer auf ihren Flächen große landwirtschaftliche Geräte oder Fahrzeuge abstellen, wie es bisher geschieht. Nur eben keine großen privaten oder gewerblichen Gebäude errichten.

Außerdem ging es um die Festsetzung der bereits mit Wohnhäusern, Gewerbe oder Landwirtschaft bebauten Flächen als Dorfgebiet oder Mischgebiet, also der künftig erlaubten Nutzung. Dabei brachte Ortsbürgermeister Günter Bötger (CDU), der auch Landwirt ist, die Kritik von Hofeigentümern aus dem Gebiet vor. Sie wollen nicht, dass ihre Höfe im Mischgebiet stehen, sie wollen im Dorfgebiet bleiben. Einer der Landwirte habe Bedenken, dass sich Nachbarn über Viehhaltung im Mischgebeit beschweren könnten. Außerdem soll eine schmale Fläche zwischen zwei Hofstellen nicht als „nicht überbaubar“ gelten.

Julia Recke (CDU) beantragte, den Plan in diesen Punkten zu ändern. Der B-Plan wurde mit diesen Änderungen mit einer Enthaltung vom Ortsrat empfohlen. Peter Soluk (CDU) äußerte die Hoffnung, dass sich die Eigentümer der Flächen doch noch zusammensetzen und ein Planungsbüro beauftragen. „Ohne darauf zu schauen, was für einen Preis der einzelne erzielen kann.“ 

Von Kim Gallop

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