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Umland Pattensen Nachrichten Bei Krimilesung muss das Publikum mit ran
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13:25 09.09.2018
Musiker Albrecht von Blanckenburg (links) schlüpft in die Rolle des Mörders, Von Lonski in die eines Polizisten. Quelle: Stephanie Zerm
Pattensen-Mitte

Wer glaubte, sich bei der Krimilesung am Samstagabend im Gemeindesaal der St.-Lucas-Gemeinde einfach nur zurückzulehnen und lauschen zu können, hatte die Rechnung ohne Günter von Lonski gemacht. Zwar saß der Pattenser Krimiautors die längste Zeit an seinem Tisch um seine Kurzgeschichte „Musikus Exitus“ vorzutragen, doch gleich zu Beginn hatte er einem Großteil der rund 50 Zuhörer Hupen, Klatschhänden, Spielzeughandys, Polizeisirenen und sogenannten Furzkissen überreicht. Diese mussten die Besucher dann während der Lesung geräuschvoll einsetzen, sobald der 75-jährige Autor das dazu passende Piktogramm zeigte.

Das Publikum amüsiert sich prächtig - auch wenn vieloe Zuschauer alle Hände voll zu tun haben. Quelle: Stephanie Zerm

In dem Mitmachkrimi hat die Hauptfigur Rudolf Fiesler einige Schreckmomente zu verdauen. Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist plötzlich seine Ehefrau Vanessa verschwunden. Bald darauf meldet sich ein Entführer und verlangt 30.000 Euro – genau die Summe, die Fiesler eigentlich für einen neues Auto gespart hatte. Und als er in der Kirche nach seiner verschollenen Vanessa sucht, stolpert er fast über den leblosen Organisten, in dessen Rücken eine Orgelpfeife steckt.

Ein richtiges Happy End gibt es für Rudolf Fiesler zwar nicht. Dafür aber hat das Publikum so einiges zu lachen. Denn wann immer die im Laufe der Geschichte wieder aufgetauchte Vanessa ihren Ehemann als Leisefurzer bezeichnete, musste ein Zuhörer das Furzkissen betätigen, bei jeder Erwähnung der Polizei kam die Spielzeugsirene zum Einsatz und bei jedem Telefonat dudelten die Spielzeughandys.

Von Lonski liest erstmals aus seinem Mitmachkrimi "Musikus Exitus". Quelle: Zerm

Der Musiker Albrecht von Blankenburg begleitete die Mitmachlesung humorvoll und kreativ. Als der Protagonist etwa in der Geschichte einschläft, spielte er ein Schlaflied und zum Auftakt der Lesung hörte das Publikum die Variation einer James-Bond-Melodie. Zum Schluss schlüpfte der Musiker sogar selbst in eine Rolle, die des Mörders, während von Lonski sich die Polizeimütze aufsetzte und selbigen dingfest machte.

Weitere Mitmachlesungen geplant

Die Lesung „Musikus Exitus“ in der Reihe „Krimis mit Schuss“ war eine Premiere. „In der Form haben wir sie zuvor noch nicht vorgetragen“, erklärte von Lonski nach der Veranstaltung. Nachdem er sozusagen allein im stillen Kämmerlein zahlreiche Romane, Krimis, Theaterstücke sowie Kinder- und Jugendbücher geschrieben habe, genieße er nun den Kontakt mit dem Publikum. Daher seien bereits weitere Mitmachlesungen geplant. „Aber nicht zu viele“, sagte von Lonski schmunzelnd. „Es soll ja schließlich Spaß machen und nicht in Stress ausarten.“

 

Von Stephanie Zerm

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