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Nachrichten Bauausschuss gegen Standort für Sammelunterkunft
Umland Pattensen Nachrichten Bauausschuss gegen Standort für Sammelunterkunft
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15:18 10.06.2016
Von Tobias Lehmann
Wird das Grundstück an der Talstraße doch keine Sammelunterkunft für Flüchtlinge? Quelle: Lisa Malecha
Pattensen-Mitte

"Der Weidemannsche Hof ist ein Filetstück in unserer Altstadt. Bevor wir uns entscheiden, sollten wir über verschiedene Nutzungsmöglichkeiten diskutieren", sagte Jörg Walkowiak (SPD) in der Sitzung des Ausschusses am Donnerstagabend. Möglicherweise könne der mehr als 2000 Quadratmeter große Hof auch für den Einzelhandel interessant sein oder als Fläche für zusätzliche Parkplätze.

Der Verwaltung liegt ein konkretes Angebot eines privaten Investors aus Hannover vor. Dieser will den Hof kaufen und dort eine Sammelunterkunft mit 31 Wohnungen für Flüchtlinge einrichten. Anschließend sollen die Wohnungen als Sozialraum genutzt werden. Es handelt sich um den gleichen Investor, der zurzeit auch die Sammelunterkunft für etwa 220 Flüchtlinge an der Koldinger Straße bauen lässt. 

Für die Mitglieder des Ausschusses stellte sich die Frage, ob eine weitere Sammelunterkunft überhaupt noch benötigt wird. Auch in der Sitzung des Ortsrats am Montag kam diese Frage bereits auf. Das Gremium stimmte anschließend zwar für den Verkauf, doch einstimmig war das Votum nicht. Die Verwaltung hatte in der Vorlage zwar den Verkauf empfohlen, doch der Erste Stadtrat Axel Müller war für die Anregungen der Politik durchaus offen. 

Müller wies allerdings darauf hin, dass die Option auf die Sammelunterkunft nicht offen gehalten werden kann. Der Investor benötigt für weitere Verhandlungen mit der Region Hannover über Zuschüsse für das Projekt die konkrete Zusage des Rats der Stadt. Sollte der Rat in der Sitzung am Donnerstag, 16. Juni, um 19 Uhr im Ratskellersaal dafür stimmen, dass noch weitere Optionen geprüft werden sollen, werde sich der Investor vermutlich zurückziehen.

Der Bauausschuss sprach sich dennoch einstimmig dafür das, Alternativen zu suchen. Dirk Meyer, Fraktionsvorsitzender der UWG/UWJ-Gruppe, sagte, dass das Grundstück in jedem Fall verkauft werden sollte. Es zu unterhalten sei für die Stadt auf Dauer zu teuer. Aber auch die UWG/UWJ-Gruppe befürworte  eine andere Nutzung als eine Sammelunterkunft. Müller sagte, dass die Lage des Grundstücks so gut sei, dass es sicherlich kein Problem sei, dafür einen Käufer zu finden.

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