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Nachrichten Frauen sprechen über Feminismus im Wandel
Umland Pattensen Nachrichten Frauen sprechen über Feminismus im Wandel
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00:15 08.03.2017
Freya Markowis, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat der Landeshauptstadt Hannover (von links), die Moderatorin Janne Klöpper, die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth und die ehemalige Landrätin und Regierungspräsidentin Gertraude Kruse diskutieren beim Frauen-Frühjahrsempfang im Ratskeller Pattensen zum Thema „Feminismus im Wandel – Generationen im Gespräch“. Quelle: Daniel Junker
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Pattensen-Mitte

Bei der von der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in der Region veranstalteten und gut besuchten Versammlung im Pattenser Ratskeller stand am Freitagabend das Thema "Frauen und Politik" im Vordergrund. Bei ihrer Einführung in den Abend machte Pattensens Bürgermeisterin Ramona Shumann bereits deutlich, dass insbesondere ein "tragfähiges Netzwerk" für eine erfolgreiche Arbeit notwendig sei. "Frauen sind geborene Netzwerkerinnen. Wir nutzen unsere Netzwerke aber noch nicht effektiv genug. Daran müssen wir arbeiten." Schumann fordert von den Frauen, dass sie für ihre jeweiligen Gesinnungen kämpfen sollten, ohne die Rechte anderer zu verletzen. "Es gibt immer wieder Feminismusgruppen, die für sich beanspruchen, den einzig richtigen Weg zu verfolgen. Den 'einen richtigen Weg' gibt es aber nicht." 

Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, wies in ihrer Ansprache darauf hin, dass der Anti-Feminismus in Europa wieder vermehrt um sich greife. "Es ist an der Zeit, sich wieder zu bekennen für Frauenrechte und gegen Gewalt gegen Frauen." Sie begrüße es, dass Frauen heute wieder auf die Straße gehen, um ihre Anliegen zu vertreten - "und zwar friedlich und demokratisch". Als ein Beispiel hob sie den Women's March heraus, mit dem Frauen in Amerika öffentlich für Frauen- und Menschenrechte eintreten. Mundt forderte die Besucherinnen auf, auch den Equal Pay Day zu unterstützen, mit dem die Frauen eine gleichberechtige Entlohnung einfordern.

Im Anschluss berichteten die ehemalige Landrätin und Regierungspräsidentin Gertraude Kruse aus Pattensen, die Bundestagsabgeordnete Maria Flachsbarth sowie Freya Markowis (Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat der Stadt Hannover) unter der Gesprächsleitung von Janne Klöpper über ihre beruflichen Werdegänge und die Hindernisse, mit denen sie in ihrem politischen Leben konfrontiert sind.

Flachsbarth sieht es als notwendig an, für eigene Interessen einzustehen. "Wenn Du es nicht tust, dann tut es keiner für Dich", machte sie deutlich. Kruse ergänzte, man dürfe in der Politik keine Angst davor haben, Niederlagen zu erleiden. "Man muss weiter machen und darf den Mut nicht sinken lassen." Markowis stellte als mit 33 Jahren jüngste Diskussionsteilnehmerin heraus, dass sich Frauen möglichst früh in der Politik oder in sozialen Bewegungen engagieren sollten. "Und man muss ihnen auch vermitteln, dass das Spaß macht."       

Als wichtige Eigenschaft stellte Kruse die Kommunikationsbereitschaft heraus. "Man muss den anderen zuhören, damit ich das, was ich als falsch empfinde, auch wenden kann." Diese Eigenschaft hätten Frauen ganz besonders. "Männer hören eher nicht so gerne zu."  Für Flachsbarth gehören auch gewisse rhetorische Fähigkeiten zu einer erfolgreichen Arbeit in der Politik dazu. Markowis rät zudem dazu, dass sich jede Frau zunächst fragen sollte, warum sie denn in die Politik will. "Wofür brenne ich, was will ich erreichen? Sonst funktioniert das nicht."    

Veranstaltet wurde der diesjährige Frauen-Frühjahrsempfang von der Stadt Pattensen in Kooperation mit dem Verein Mobile und den Landfrauen Pattensen.

Fotostrecke Pattensen: Frauen sprechen über Feminismus im Wandel

Von Daniel Junker

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