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Umland Pattensen Nachrichten Die Altstadt ist jetzt neu
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18:00 01.01.2018
Der Vertrag ist frisch unterschrieben: Der erste Stadtrat Klaus Grupe (von links), BauBeCon-Geschäftsführer Eckhard Horwedel, Bürgermeister Günther Griebe und Sachgebietsleiter Mathias Greve starten im März 2010 offiziell das Projekt Altstadtsanierung. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

 Das Gesicht von Pattensens Altstadt hat enorm verändert. Rund 3,4 Millionen Euro haben der Bund, das Land und die Stadt zu jeweils einem Drittel in den vergangenen sechs Jahren zur Sanierung von Straßen, des Marktplatzes, aber auch zur Förderung privater Objekte investiert.

Zeitgleich zur Sanierung der Straßen hat die Stadt unter anderem auch die Kanäle und Wasseranschlüsse erneuert und dafür mehrere 100 000 Euro investiert, die nicht förderfähig waren. Zurzeit wird an der Dammstraße gearbeitet. Anschließend wird voraussichtlich ab 2019 die Talstraße saniert. Das soll das letzte öffentliche Projekt des Sanierungsprogramms sein. Laut Pattensens Erster Stadtrat Axel Müller, der auch Fachleiter für den Bereich Bau ist, wird das Programm 2021 abgeschlossen. Dann wären zehn Jahre seit Beginn des ersten öffentlichen Sanierungsprojekts an der Mauerstraße vergangen. 

“Die Altstadtsanierung war schon so etwas wie ein kleines ISEK“, sagt Müller. Die Abkürzung steht für Integriertes Stadtentwicklungskonzept und bezeichnet ein Programm, in dem ganzheitliche Planungen für eine Stadt aufeinander abgestimmt werden. In diesem Fall handelte es sich um die Altstadt mit einer Fläche von 22 Hektar. 

Sachgebietsleiter Mathias Greve erinnert daran, wie alles begonnen hat. Mitte des Jahres 2009 genehmigte der Rat die ersten Schritte, um in das Sanierungsprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ aufgenommen zu werden. Ende des Jahres lag bereits die Zusage vor. Bürgermeister Günter Griebe unterschrieb im März 2010 den Vertrag mit dem Sanierungsträger BauBeCon und kommentierte das mit den Worten: „Das ist ein historischer Moment für die Stadt.“ Stadtplaner Ulf Petersen lobte damals die noch gut erhaltene Altstadt, sah aber viele Mängel an den Straßen wie etwa Stolperfallen, eine Mischung verschiedener Straßenbeläge und fehlende Parkplätze.

Anschließend wurde zunächst das Gebiet für das Programm festgelegt. Es umfasst einen Radius von rund 250 bis 300 Metern und entsprach in weiten Teilen dem historisch gewachsenen Altstadtgrundriss. In diesem Bereich stehen insgesamt 92 Hauptgebäude unter Denkmalschutz. In den folgenden Jahren wurden dann zunächst die Straßen Mauerstraße, Hagenstraße, Südstraße, Rudolf-Schlie-Straße und Am Wall saniert. 

Neues Gesicht für die Altstadt: Zahlreiche Sanierungen sind in den vergangenen Jahren abgeschlossen worden.

Für die aktuelle Sanierung der Dammstraße und der noch geplanten Sanierung der Talstraße musste zunächst ein Straßentausch mit der Region Hannover organisiert werden. Dazu kam es 2014. Die Stadt Pattensen übernahm die bis dahin im Besitz der Region Hannover befindlichen Straßen Dammstraße, Hiddestorfer Straße, Steinstraße, Talstraße und den Teil der Göttinger Straße zwischen der Einmündung der Talstraße und der Steinstraße. Die Region übernahm dafür die Nordumgehung Pattensen-Mitte von der Stadt.

Für die Sanierung des zentralen Marktplatzes stellten Bund und Land insgesamt 500 000 Euro zur Verfügung. Das Projekt begann im Sommer 2015 und sorgte auch für Proteste. „Für die Kaufleute vor Ort war es eine schwierige Zeit“, sagt Müller. Der Wochenmarkt, der immer viele Besucher in die Altstadt zog, siedelte für rund ein Jahr auf den Parkplatz am Calenberg Center um. Ein zunächst großer Kritiker des Projekts war auch Ortsbürgermeister Günter Bötger. Doch nach der Eröffnung des umgestalteten Marktplatzes sagte er: „Der Marktplatz ist unser Mittelpunkt und er ist sehr schön gelungen.“

Von Tobias Lehmann

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