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Umland Pattensen Nachrichten Plan für Einzug ins neue Rathaus steht
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00:16 12.02.2018
Innen herrscht hektische Betriebsamkeit: Das neue Rathaus an der Göttinger Straße. Quelle: Kim Gallop
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Pattensen-Mitte

 Es wird ernst: Der Plan für den Umzug der Stadtverwaltung in das neu erbaute Rathaus an der Göttinger Straße steht. Der Erste Stadtrat Axel Müller informierte jetzt bei einem Pressegespräch erstmals öffentlich über die Termine. Weil die Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Montag, 9. April, bis Freitag, 13. April, nicht arbeiten können, ist es wichtig, die Bürger im Stadtgebiet von Pattensen darüber rechtzeitig in Kenntnis zu setzen. Dringende Angelegenheiten wie die Beantragung eines neuen Personalausweises oder Reisepasses sollten angeschoben werden.

Das neue Rathaus mit seinen drei Gebäudeteilen und der markanten verglasten Verbindungsspange nähert sich der Fertigstellung. Von außen kann der Betrachter schon einen recht guten Eindruck von den Gebäuden gewinnen. Allerdings ist auch noch viel zu tun, wie Müller berichtet. Im hinteren Bereich der Außenanlage werden derzeit die Borde für die dort eingeplanten Parkplätze gesetzt. Die Grünanlagen an der Front werden später angepackt.

Doch am meisten geschieht im Inneren. „Malen, Fliesenlegen, Eletroinstallation – es läuft alles auf Hochtouren“, sagt Müller. „Wir haben zeitweise 3 unterschiedliche Malerfirmen parallel da. Es muss ja alles rechtzeitig fertig werden.“ Die Rauchmelder müssen noch installiert werden, die Trockenbauer haben noch zu tun, auch im Sanitärbereich muss alles eingebaut werden.  

Derzeit verteilen sich die Dienstzimmer der Stadtverwaltung von Pattensen auf drei Standorte. Es gibt das Rathaus, das in dem historischen Gebäude an der Straße Auf der Burg untergebracht ist. Dann gibt es die Außenstelle im Gewerbegebiet an der Walter-Bruch-Straße, wo sich unter anderem das Bürgeramt befindet. Und dann sind an der Ludwig-Erhard-Straße weitere Büros angemietet.

Steht zum Verkauf: die Verwaltungsaußenstelle an der Walter-Bruch-Straße. Quelle: Kim Gallop

Als Erstes soll am Freitag, 6. April, die EDV mit der kompletten Technik, über die auch die Telefonanlage läuft, in das neue Rathaus einziehen. Das Wochenenende Sonnabend und Sonntag, 7. und 8. April, wird dazu genutzt, alles einzurichten. Dann sollen die nichttechnischen Abteilungen von Montag bis Mittwoch, 9. bis 11. April, von ihren jeweiligen Standorten in das neue Rathaus ziehen. Donnerstag und Freitag, 12. und 13. April, sollen die Mitarbeiter dafür nutzen, sich in den neuen Räumlichkeiten einzurichten. 

Im Moment wird schon in allen Büros aussortiert und das, was mit muss, in Umzugskisten gepackt. Angestellte, die nicht direkt mit dem Umzug zu tun haben, können sich während der Umzugstage im April Urlaub nehmen, bauen Überstunden ab oder fahren zu externen Schulungen, erläuert der Erste Stadtrat. „Zeitweise sind die alten Büros leer, aber die neuen können noch nicht betreten werden“, sagt Müller. Deshalb sollte sich jeder darauf einstellen, dass die Mitarbeiter der Stadt in der Umzugsphase nicht erreichbar sind. Der Stadtbetriebshof, der seine Räume und seinen Fuhrpark bereits an der Göttinger Straße hat, ist nicht vom Umzug betroffen und arbeitet normal weiter. 

Der technische Notdienst, der bei drängenden Problemen wie etwa einem Wasserrohrbruch aktiv wird, soll weiter über die Telefonnummer (05101) 1001888 erreichbar sein. Denkbar wäre auch ein Notdienst vom Standesamt für Angelegenheiten wie Vaterschaftsanerkennungen oder Sterbefälle. „Aber man sollte sich nicht drauf verlassen“, warnt Müller.

Das alte Rathaus und die Verwaltungsaußenstelle Walter-Bruch-Straße gehören der Stadt. Sie werden auf Immobilienportalen zum Verkauf angeboten – gegen Höchstgebot. „Es gibt Interessenten für beide Objekte“, bestätigt Müller. Das Gebäude für die Außenstelle war 2006 von einer Firma errichtet worden, es wurde 2009 von der Stadt gekauft und umgebaut. 

Kleinod mit Problemen: Wer das alte Rathaus kauft, muss viel in die Sanierung investieren. Quelle: Kim Gallop

Das Rathaus ist in einem ehemaligen Wohnhaus mit dem Baujahr 1849 untergebracht, die Stadt hat es 1976 gekauft „Die Immobilie ist in keinem guten Zustand“, sagt Müller. „Der künftige Eigentümer muss dort erheblich investieren.“ Dennoch gebe es viele Ideen für die Nutzung des ungewöhnlichten Baus für Wohungen oder Praxisräume. Das Grundstück mit teilweise parkähnlicher Anmutung umfasst insgesamt 1.900 Quadratmeter. Unter der Grünanlage an der Anhöhe werden noch Reste der alten Burganlage von Pattensen vermutet.

Von Kim Gallop

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