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Umland Pattensen Nachrichten Windräder: Stadt will Anträge zurückstellen lassen
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00:39 10.03.2018
Die Stadt will Bauanträge für weitere Windräder bei Schulenburg  für ein Jahr zurückstellen. Das Bild zeigt vorhandene Anlagen bei Schulenburg. Quelle: Torsten Lippelt
Schulenburg

 Die Stadt will die zwei Bauanträge zur Errichtung von neun bis zu 270 Meter hohe Windenergieanlagen südwestlich von Schulenburg zunächst um ein Jahr zurückstellen lassen. Das teilte der Erste Stadtrat Axel Müller in der jüngsten Sitzung des Ortsrates mit.

Bei der Region Hannover liegen zwei entsprechende Anträge vor. Die Stadt will jedoch den aktuellen Flächennutzungsplan für das Gebiet ändern. Dieser Plan regelt die Stadtentwicklung im Groben.

„Der Bau der Anlagen widerspricht dem aktuellen Flächennutzungsplan“, sagte Müller nach der Sitzung im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Plan stamme noch aus dem Jahr 2000. Seitdem habe es im Hinblick auf die Windenergienutzung, speziell nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima,einige neue Rechtsprechungen gegeben, erläuterte Müller. Er sei sich deshalb nicht sicher, ob der aktuelle Flächennutzungsplan einer möglichen Anfechtung vor Gericht standhalten werde. 

Müller weist darauf hin, dass das Regionale Raumordnungsprogramm für die Bereiche rund um Schulenburg Vorranggebiete für Windenergieanlagen ausweise. Die Stadt habe jedoch die Möglichkeit, mit einem eigenen Flächennutzungsprogramm punktuell darauf Einfluss zu nehmen. „Grundsätzlich sind wir an das Regionale Raumordnungsprogramm gebunden. Doch wenn unsere Unterschungen ergeben, dass spezielle Bereiche für die Nutzung von Windkraftanlagen doch nicht optimal geeignet sind, können wir mit der Region darüber ins Gespräch kommen“, sagte Müller. Der Entwurf für den geänderten Flächennutzungsplan werde gerade erstellt und soll voraussichtlich im April der Öffentlichkeit und den Trägern öffentlicher Belange vorgelegt werden.  

Neubau der Krippe: Die Stadt will die Planungen und Ausschreibungen der Bauarbeiten für die neue Krippe im Dorfgemeinschaftshaus selbst übernehmen. „Ein Ingenieurbüro könnten wir erst beauftragen, wenn der Haushalt genehmigt ist“, sagte Axel Müller. Das könne jedoch noch einige Wochen dauern. Doch die Zeit drängt. Denn die neuen Räume sollen bereits am 1. August bezugsfertig sein. „Dieser Plan ist ambitioniert, doch wir richten uns danach. Möglicherweise wird es aber auch September“, sagte Müller

Neubau der Leinebrücke:  Das Land hat langfristig den Bau einer neuen Brücke bei Schulenburg empfohlen. Damit soll die 1751 erbaute Leinebrücke vom Straßenverkehr komplett entlastet werden, um mögliche Schäden zu vermeiden. Ein Gutachten aus dem vergangenen Jahr weist allerdings aus, dass die Brücke aktuell verkehrssicher ist. Ortsbürgermeisterin Svenja Blume teilte mit, dass der Ortsrat das Vorhaben zur Kenntnis genommen habe. Allerdings habe das Gremium die Stadtverwaltung einstimmig dazu aufgefordert, an der Brücke Verkehrskontrollen zu veranlassen. Geprüft werden sollen sowohl die Geschwindigkeit der passierenden Fahrzeuge wie auch das Gewicht der Lastwagen. Zulässig sind Fahrzeuge bis zu 18 Tonnen. 

Anbindung der K219: Der Ortsrat Schulenburg hat über den Antrag der SPD-Ratsfraktion gesprochen, dass die Jeinser Straße (K219) an die Bundesstraße 3 angeschlossen wird. Blume teilte mit, das Gremium habe sich der Forderung des Ortsrates in Jeinsen angeschlossen, also dass zunächst ein Verkehrsgutachten erstellt werden soll, bevor über den Antrag entschieden wird. 

Von Tobias Lehmann

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