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Pattensen Infotafel erinnert an Superintendenten
Umland Pattensen Infotafel erinnert an Superintendenten
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00:18 15.02.2019
Infotafeln erinnern an die Namensgeber der Rudolf-Schlie-Straße und des Walter-Höcker-Wegs (vorn im Bild) in der Altstadt von Pattensen. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

Sehr passend mit Blick auf Pfarrgarten, Gemeindehaus und Kirchturm von St. Lucas liegen die Rudolf-Schlie-Straße und der Walter-Höcker-Weg in der Altstadt von Pattensen. Infotafeln unter den Straßennamen erinnern an die Namensgeber. Für diese Tafeln hatte sich der Ortsrat von Pattensen-Mitte viele Jahre lang eingesetzt.

Infotafeln erinnern an die Namensgeber der Rudolf-Schlie-Straße und des Walter-Höcker-Wegs in der Altstadt von Pattensen. Quelle: Kim Gallop

Die Bedeutung von Höcker war, so zeigten die Diskussionen im Ortsrat, nicht allen bekannt. Verständlich, denn das Wirken von Höcker, von dem nur sein Sterbejahr 1565 verzeichnet ist, war schon im 16. Jahrhundert. Er war von 1553 bis 1549 während der Reformation Pastor in Pattensen und von 1549 bis 1552 in der Feste Calenberg in Schulenburg eingesperrt. Doch an Rudolf Schlie mögen sich noch einige ältere Pattenser erinnern, denn er war von 1937 bis 1969 Superintendent.

Über Schlie, 1901 geboren und 1985 gestorben, erschien vor 50 Jahren im Februar 1969 ein Bericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Der Anlass: Schlie trat nach beinahe 32 Jahren als Superintendent in den Ruhestand.

Im Februar 1969 vor 50 Jahren berichtet die HAZ über den Abschied von Superintendent Rudolf Schlie. Quelle: Repro: Andreas Zimmer

Er selbst hatte seine Tätigkeit in Pattensen als „eine glückliche Zeit“ bezeichnet. Auch wenn „der Krieg und die schweren Jahre der Nachkriegszeit mit dem Wiederaufbau“ in dem Bericht erwähnt werden. Außerdem heißt es, dass Schlie trotz seines hohen Amtes, dass er im damaligen Kirchenkreis Pattensen ausübte, noch 1943 eingezogen wurde und bis zum Kriegsende 1945 Soldat war.

In dem Bericht steht, dass sich Schlie über Pattensen und den Kirchenkreis hinaus „im Raum der hannoverschen Landeskirche einen guten Ruf“ erarbeitet hatte. Er war Vizepräsident der hannoverschen Landessynode und Vorstand des geschäftsführenden Ausschusses und aktiv in anderen Gremien der Landeskirche. Als persönliche Charakterisierung heißt es in dem Zeitungsartikel, dass er sich „einen schlichten, menschlichen Humor bewahrt“ hat und für seine Besucher „immer Zeit zu einem ausführlichen Gespräch fand“. Und Superintendent Schlie habe mit Blick auf seinen Ruhestand eingeräumt, dass ihm der Abschied von seinen Konfirmanden „sehr schwergefallen sei“.

Eine Infotafel erinnert an den Namensgeber der Rudolf-Schlie-Straße in der Altstadt von Pattensen. Quelle: Kim Gallop

Von Kim Gallop

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