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Pattensen SPD: Neue Bestattungsformen erlauben
Umland Pattensen SPD: Neue Bestattungsformen erlauben
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16:57 18.02.2019
Neue Bestattungsformen für Pattensen? Auf dem Friedhof in Koldingen soll dies unter anderem möglich sein. Quelle: Torsten Lippelt
Pattensen

Immer mehr Urnenbestattungen und der gesellschaftliche Wandel erfordern ein Umdenken bei der Friedhofsplanung. Die SPD-Ratsfraktion fordert daher neue Bestattungsformen im Pattenser Stadtgebiet. Außerdem solle die Gebührenordnung für Beerdigungen auf den städtischen Friedhöfen überarbeitet werden.

„Durch veränderte Lebens- und Familiensituationen wird die Grabpflege für viele Bürger immer schwieriger. Wir wollen den Pattensern die Möglichkeit der Bestattung geben, die sie sich wünschen“, sagte Ratsfrau Andrea Eibe-Lüpcke. In einem Antrag nennt sie die Urnenbestattung am Baum, die Urnenreihengrabstätte als Rasengrab ohne Pflegeverpflichtung sowie halbanonyme Urnenbestattungen. Auf Anfrage erläuterte sie, dass alle drei Bestattungsformen auf dem Friedhof in ihrem Heimatort Koldingen räumlich und technisch umsetzbar seien. Auf den weiteren städtischen Friedhöfen in Hüpede, Oerie und Reden sei dies zu prüfen.

Baumbestattung und halbanonyme Beisetzung

Bei einer Baum- oder Waldbestattung wird die Asche des Verstorbenen im Wurzelbereich eines Baums bestattet. „Hierzu könnte auf dem jeweiligen Friedhof eine kleine Baumanlage gepflanzt werden“, sagte Eibs-Lüpcke. Bei einer halbanonymen Bestattung ist die Beisetzung auf einer Rasenfläche, auf der die einzelnen Grabstellen nicht gekennzeichnet sind. Die Namen der Verstorbenen werden jedoch auf einer zentral in den Rasen eingelassenen Grabplatte aufgeführt.

Über eine Erhöhung der Gebühren wurde bereits 2017 politisch diskutiert. Die UWG/UWJ-Gruppe hatte damals eine Erhöhung um bis zu 40 Prozent gefordert. Der Rat hatte sich dafür ausgesprochen, diese Erhöhung 2019 umzusetzen.

Verwaltung will Kosten erst später kalkulieren

Kämmerer Kai Prüser sagte jetzt, dass zunächst abgewartet werden solle, für welche neuen Bestattungsformen sich die Kommunalpolitiker entscheiden. „Dann können wir die Kosten dafür kalkulieren und anschließend auch über eine generelle Erhöhung sprechen“, sagte er. Den konkreten Prozentsatz müsse dann die Politik festlegen. „Zurzeit liegt der Kostendeckungsgrad für die städtischen Friedhöfe lediglich bei 20 Prozent“, sagte Prüser. Das liege auch daran, dass es dort im Vergleich zu den großen Friedhöfen in Pattensen, die in kirchlicher Hand sind, deutlich weniger Bestattungen gebe.

Ortsräte diskutieren im März über den Antrag

Der Antrag soll jetzt zunächst in den zuständigen Ortsräten diskutiert werden. Die Sitzungen der Ortsräte Hüpede/Oerie und Koldingen sind für Montag, 18. März, vorgesehen. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben. Zusätzlich soll die Ortsvorsteherin in Reden, Edeltraut Ruppelt-Czybulka, die Möglichkeit erhalten, um +sich zu äußern.

Von Tobias Lehmann

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