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Pattensen TuSpo Jeinsen ehrt treue Mitglieder
Umland Pattensen TuSpo Jeinsen ehrt treue Mitglieder
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15:11 10.02.2019
Ausgezeichnet: Der Vorstand ehrt zahlreiche Mitglieder für 25 Jahre Treue. Quelle: Kim Gallop
Jeinsen

 Eine straff geführte und unterhaltsame Jahresversammlung: Das haben 35 Mtglieder und drei Gäste am Freitagabend unter der Leitung von Michael Wohlthat, dem Vorsitzenden der Turn- und Sportvereinigung (TuSpo) Jeinsen, erlebt. Zu den Gästen gehörte Pattensens Bürgermeisterin Ramona Schumann und Ellen Eggers, die Vorsitzende des Sportrings Pattensen.

Nachdem Schumann die Grüße von Rat und Verwaltung ausgerichtet hatte, schob sie gleich „einen Werbeblock“ ein: Sie habe beim Blick auf ihr Handy festgestellt, dass das Netz im Mehrzweckraum der Sportanlage nicht gut sei. Deshalb warb sie dafür, dass die TuSpo sich bei der Stadt einen der kostenlosen Freifunk-Router holt, die bereits am Pattenser Bad und bei anderen Sportvereinen für bessere Verbindungen sorgen. Ansonsten hatte sie aber an der TuSpo oder ihren Sportanlagen nichts auszusetzen: „Sportvereine sind eine große Kraft“, sagte die Bürgermeisterin, „gerade in den kleineren Orten.“ Diese Kraft werden von allen aufgebracht: vom Vorstand, den Trainern und nicht zuletzt von den Eltern, die ihre Kinder an den Sport heranführen.

Die Sportring-Vorsitzende Eggers und Jeinsens Ortsbürgermeister Günter Kleuker lobten vor allem die sportlichen Erfolge im Fußball und beim Tischtennis. „Macht weiter so“, sagte Eggers, während Kleuker auch die „tolle Jugendarbeit“ würdigte, die von der TuSpo geleistet werde. „Das ist nicht selbstverständlich“, bekräftigte er.

In seinem Bericht dankte der TuSpo-Vorsitzende Wohlfahrt für größere Spenden vom Bürgerverein Jeinsen, Sparkasse und Volksbank. Damit konnten „Minibälle und zwei Tischtennisplatten“ angeschafft werden, sagte er. So hatte der Vorsitzende den Running Gag des Abends vorgegeben, denn er wurde sofort durch mehrere Zwischenrufe korrigiert, dass dieser Sport nicht auf Platten, sondern auf Tischen ausgeübt wird. „Wir spielen ja schließlich Tischtennis, kein Plattentennis“, merkte Lars Kleuker, Abteilungsleiter für Tischtennis, an. Da das Thema Tischtennis angesichts der guten Erfolge noch öfter zur Sprache kam, konnte Wohlfahrt unter Lacher schließlich zusammen fassen: „Heute Abend haben alle ’was gelernt: Es sind Tische und keine Platten.“

Versammlungsleitung: Jugendkoodinatorin Jeannine Fröhlich-Waschkau (von links) Vorsitzender Michael Wohlthat, Schriftführerin Anja Mohr und stellvertretender Vorsitzender Felix Stahlberg. Quelle: Kim Gallop

Die Fußballsparte habe sehr von Trainer Marco Weber profitiert und von der guten Kooperation mit dem TSV Pattensen, sagte der Vorsitzende. Bei seinem Überblick über die Entwicklung der Abteilungen vergaß er auch den Breitensport nicht und erwähnte besonders eine neue Gruppe für die Jüngsten („Unsere Pampers-Liga“), die am Donnerstagnachmittag in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern die Geräte kennen lernen und durch die Halle toben.

Kassenwart Lars Rothenhagen leitete seinen Bericht mit den Worten „Ich habe nichts Aufregendes“ ein, doch das war ein Irrtum. Bei dem per Beamer an der Wand gezeigten Vergleich zwischen den Ausgaben von 2017 und 2018 stach Mitglied Arnold Schröder gleich der enorme Anstieg des Postens Grundsteuer ins Auge: von gut 413 Euro in 2017 auf mehr als 1250 Euro in 2018. Viele Augen richteten sich da auf Bürgermeisterin Schumann, die einräumte, dass die Grundsteuer B im Stadtgebiet tatsächlich gestiegen sei. „Aber doch nicht so stark“, versicherte sie. Die Diskrepanz klärte sich schnell auf, denn es waren bloß - anders als für das Vorjahr - weitere Nebenkosten nicht separat aufgeführt, sondern zu den Grundsteuern addiert worden. Rothenhagen teilte weiter mit, dass die Mitgliederzahl von 359 für 2018 dem Durchschnitt der vergangenen Jahre entspricht. Ebenfalls seit vier, fünf Jahren leider unverändert sei beim Abzug der Einnahmen von den Ausgaben ein Minus von etwa 2000 Euro im Jahr. So sind unter anderem die Kosten für Strom, Gas und Wasser und für den Spielbetrieb gestiegen. Dieses Minus könne aber, wie in den Vorjahren, aus dem Guthaben des Vereins bezahlt werden.

Kassenprüfer Oliver Alt räumte später ein, dass ihm bei der Frage nach der Grundsteuer „kurz ganz heiß geworden“ sei. Nachdem die Frage aber zur Zufriedenheit aller schnell geklärt war, konnte er bestätigen, „dass die Kasse hervorragend geführt ist“ und beantragte die Entlastung des gesamten Vorstandes. Diese erteilten die stimmberechtigten Mitglieder einstimmig.

Traudel Probst wird vom stellvertretenden Vorsitzenden Felix Stahlberg für 50 Jahre Treue geehrt. Quelle: Kim Gallop

Dann konnten Vorsitzender Wohlthat und der stellvertretende Vorsitzende Felix Stahlberg zum Höhepunkt der etwa einstündigen Sitzung aufrufen: Traudel Probst erhielt die Goldene Ehrennadel für 50 Jahre Mitgliedschaft. Anni Stöbe und Dorit Wissel sind ebenfalls schon so lange in der TuSpo, konnten aber nicht an der Versammlung teilnehmen. Für jeweils 25 Jahre Treue wurden mit der Silbernen Ehrennadel Hardy Lehmann, Lars Kleuker, Thomas Hamerla, Frank Pörtner, Gert Bindernagel, Jens Fedderke, Monika Zidorn, Heike Ploog, Ute Rode und Helga Alten ausgezeichnet.

Als der Tagesordnung der Punkt „Verschiedenes“ erreicht war, sagte der Vorsitzende zu den Mitgliedern: „Jetzt darf man meckern.“ Prompt stand Erhard Paul auf, sagte aber gleich: „Ich will nicht meckern, nur etwas anregen.“ In der Altherren-Gruppe, die sich immer mittwochs ab 20 Uhr zum Sport trifft, habe ein Teil der Teilnehmer „die 80 Jahre überschritten“. Er appellierte an die übrigen älteren männlichen TuSpo-Mitglieder, die Gruppe zu verstärken. „Kommt vorbei und guckt euch an, was bei uns los ist“, sagte Paul, „das bringt Spaß und Freude.“

Von Kim Gallop

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