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Pattensen Zahl der Straftaten ist im Jahr 2018 gesunken
Umland Pattensen Zahl der Straftaten ist im Jahr 2018 gesunken
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17:29 13.03.2019
Legen die Polizeiliche Kriminalstatistik 2018 vor: André Kix (links) und Christian Krone. Quelle: Kim Gallop
Pattensen/Springe

Jede Straftat ist sicherlich eine zuviel. Dennoch konnten Christian Krone, der Leiter des Polizeikommissariats Springe, und André Kix, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes, einige erfreuliche Zahlen vorlegen. Vom PK Springe wurden im vergangenen Jahr 1589 angezeigte Straftaten bearbeitet, das sind 185 weniger als 2017. Davon wurden 406 Straftaten in Pattensen bearbeitet, das sind 119 weniger, als in 2017.

Erster Hauptkommissar Krone und Polizeikommissar Kix hatten am Mittwoch zum Pressegespräch nach Springe eingeladen, um über die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2018 zu informieren. Das PK Springe mit der Polizeistation Pattensen und der Polizeistation Bennigsen ist für die Städte Pattensen und Springe zuständig. Die Statistik der Verkehrsunfälle wird separat geführt und zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Nach Auskunft von Krone konnten durch das PK Springe im vergangenen Jahr gut 67 Prozent der Taten aufgeklärt werden (2017: gut 66 Prozent). „Wie in den Vorjahren liegt die Aufklärungsquote damit wieder deutlich über dem Landesdurchschnitt“, ergänzte Krone. Die durchschnittliche Aufklärungsquote in Niedersachsen für 2018 liegt bei gut 62 Prozent.

Deutlich zurückgegangen sind die sogenannten Diebstahlsdelikte in Pattensen und Springe: von 618 in 2017 auf 496 in 2018. Warum weniger eingebrochen wurde, darüber könne er nur spekulieren, sagte Krone. Es könnte darauf liegen, dass häufiger Streife gefahren wurde, oder daran, dass die Eigentümer ihre Häuser und Wohnungen besser sichern.

Krone erläuterte weiter, dass es sich bei Diebstählen, Autoaufbrüchen und Einbrüchen um „aufklärungsungünstige“ Delikte handele, weil die Täter sich beim Entdecken einer Tat meistens schon entfernt hätten. Dennoch konnten 40 Prozent der Taten geklärt werden. Das gilt allerdings nicht für den spektakulären Einbruch in Schloss Marienburg, wobei im September 2018 historische Pistolen, Säbel und andere Antiquitäten erbeutet wurden. „Dieser Diebstahl ist nach wie vor nicht aufgeklärt“, sagte Kix. Es habe nach einen Zeugenaufruf einige Hinweise gegeben, diese hätten aber weder zur Ermittlung der Täter noch zum Wiedererlangen des Diebesguts geführt. „Wir haben die Hoffnung, dass bekannt wird, wenn diese ungewöhnlichen Kunstgegenstände irgendwo auftauchen“, sagte Kix.

Unter anderem wurden historische Waffen aus Schloss Marienburg gestohlen. Quelle: Polizei (HAZ Archiv)

Für das PK Springe war die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskiminalität wieder ein Schwerpunktthema – „ein personalintensives“, wie Krone anmerkte. Insgesamt wurden 73 Einbrüche aufgenommen, wobei in dieser Zahl auch Einbruchsversuche enthalten sind, die etwa ein Drittel der Gesamtzahl ausmachen. Von den 73 Taten wurden 22 im Stadtgebiet von Pattensen verübt. Ende November bis Anfang Dezember habe es eine Serie von 20 Wohnungseinbrüchen gegeben, auch in Pattensen-Mitte und Schulenburg. Diese Serie konnte noch nicht aufgeklärt werden.

Außerdem wurden im PK Springe 337 (2017: 408) Betrugsdelikte bearbeitet. Diese betreffen Onlinegeschäfte, bei denen ein Käufer keine Ware oder ein Verkäufer kein Geld erhalten hat. Der sogenannte Enkeltrick, bei dem ältere Menschen um ihr Erspartes gebracht werden, war in Pattensen und Springe nicht erfolgreich. Auf Nachfrage sagte Krone: „Ich glaube, die Leute sind aufmerksamer geworden.“ Es hätten durchaus Bürger über seltsame Anrufe von vermeintlichen Verwandten oder angeblichen Polizeibeamten berichtet. Geld oder Wertsachen wurden so aber nicht erschwindelt.

Außerdem gab es 101 (2017: 88) Verfahren im Bereich der Betäubungskriminalität. „Wir haben keine BTM-Szene“, sagte Krone. Die Verstöße betreffen Marihuana. Sogenannte „harte Drogen“ wie Heroin oder Kokain spielen kaum eine Rolle. Die Zahl der Körperverletzungen ist von 53 auf 62 gestiegen, die Zahl der gefährlichen Körperverletzungen von acht auf sieben gesunken.

Von Kim Gallop

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