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Pattensen Rat: Millionen-Zuschuss fürs Bad beantragt
Umland Pattensen Rat: Millionen-Zuschuss fürs Bad beantragt
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15:32 07.09.2018
Architekt Wolfgang Hein (links) und Bad-Manager Fred Oeltermann stellen das Projekt im Rat vor - zur Freude von Wirtschaftsförderer Arne Schütt (links unten). Quelle: Kim Gallop
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Pattensen-Mitte

Das Hallen- und Freibad, eine wahre Herzensangelegenheit der Pattenser, könnte in den nächsten Jahren eine millionenschwere Verjüngungskur erhalten. Die Stadt Pattensen bewirbt sich um einen Bundeszuschuss für eine knapp 7 Millionen teure Sanierung und Erweiterung der gesamten Anlage. Um die Fristen für die Antragstellung zu wahren, wurde extra die Tagesordnung der Ratssitzung am Donnerstagabend geändert. Die Ratsfraktionen begrüßten den von Bürgermeisterin Ramona Schumann eingebrachten Vorschlag. Der Beschluss zur Antragstellung fiel im Rat einstimmig.

Federführend bei der Antragstellung ist Pattensens Wirtschaftsförderer Arne Schütt, der eng mit Bad-Manager Fred Oeltermann und dem mit dem Bad regelmäßig betrauten Architekten Wolfgang Hein sowie Uwe Gotthardt, dem Vorsitzenden des Bad-Aufsichtsrats, zusammenarbeitet. Oeltermannn und Hein erhielten bei der Ratssitzung Rederecht, um das Projekt vorzustellen.

Der Bund hat ein insgesamt 100 Millionen schweres Programm aufgelegt, mit dem auch kommunale Bäder gefördert werden können. Die Förderobjekte müssen laut Programm eine überregionale Bedeutung haben sowie einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. „Mit dem, was wir hier seit Jahren machen, passen wir da genau rein“, sagte Oeltermann. Zur Besonderheit des Pattenser Bads gehört die Bürgerbewegung zur Rettung des Bads. die gemeinnützige Betriebs-GmbH, das ehrenamtliche Engagement des Fördervereins, außerdem wird es von Vereinen und Schulen zum Schwimmenlernen und -trainieren genutzt, dient aber auch als Ort für Feste und Flohmärkte.

Hein berichtete, dass nach 45 Jahren viele Bereiche des Bades erneuert werden müssten – etwa das Dach, die Umkleiden, die Fensterfronten und die Becken. Auch Neuerungen seien geplant wie eine zweite Rutsche oder ein Beachvolleyballfeld. Hein betonte, dass die Politiker sich mit ihrer Entscheidung zu nichts verpflichten. Auch wenn Pattensen den Zuschlag erhält, kann der Antrag bis zur ersten Auftragsvergabe noch zurückgezogen werden. Die laut Konzept geplanten Maßnahmen sollen insgesamt 6,9 Millionen Euro kosten. Beantragt ist eine Bundesförderung in Höhe von 90 Prozent. Damit bleiben gut 690 000 Euro als Eigenanteil der Stadt die in einzelnen Beträgen bis 2022 fließen müssen. Oeltermann ergänzte, dass in der beantragten Fördersumme auch die 360 000 Euro enthalten sind, die für die dringend benötigte Grunderneuerung der Beckenköpfe eingeplant sind, deren schlechter Zustand jetzt zu einer kurzfristigen Stilllegung des Schwimmerbeckens im Hallenbad geführt hatte.

Von Kim Gallop

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