Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Pattensen Regeln für Jupa gemeinsam erarbeiten
Umland Pattensen Regeln für Jupa gemeinsam erarbeiten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 27.09.2018
Die Teilnahme an Projekt Pimp your Town zeigt, dass Jugendliche an Mitbestimmungsprozessen interessiert sind. Quelle: Torsten Lippelt
Pattensen-Mitte

Der Wunsch ist bei wohl allen Beteiligten da, aber es gibt noch viele Fragen zu klären. Und das sollte am besten gemeinsam geschehen. So stellt sich der Sachstand zur Gründung eines Jugendparlaments (Jupa) für Pattensen dar. Bürgermeisterin Ramona Schumann stellt am Mittwochabend im Ausschuss für Soziales vor, wie weit die Überlegungen gediehen sind. Dabei erinnerte sie auch an den Erfolg des Projekts Pimp Your Town, das im vergangenen Jahr gezeigt hatte, wie viele Jugendliche am Prozess der Mitbestimmung interessiert sind.

Der Ablauf für dieses Projekt sei etwas anders als gewohnt, sagte Schumann mit Blick auf die Drucksache zum Thema. Diese enthalte keinen ausgefeilten Vorschlag, den es zu beschließen oder abzulehnen gilt, sondern einen vorläufigen Entwurf. Der Beschluss, dass es in Pattensen ein Jupa geben soll, hat der Rat schon gefasst. Jetzt muss die Satzung ausgearbeitet werden.

Schumann sagte, sie habe sich die Satzungen von vorhandenen Jupas angesehen. Und sie hat vorab mit Jugendlichen aus der Ernst-Reuter-Schule (KGS) über das Thema gesprochen. In nicht allem seien sie und die Schüler einer Meinung. So sei es zum Beispiel der Wunsch der Jugendlichen, dass auch Schüler, die nicht in Pattensen leben, Stimmrecht besitzen. Nach dem bisherigen Satzungsentwurf sollten diese nur eine beratende Stimme bekommen. Das betrifft einige Schüler der KGS, aber noch mehr Schüler der Calenberger Schule, die aus anderen Kommunen kommen. Außerdem wollen die Schüler in jedem Fachausschuss einen Sitz und nicht nur in ausgewählten Ausschüssen.

„Ich habe da noch nicht alle Vorschläge reingeschrieben“, sagte Schumann. Es sei ihr Wunsch, dass die Ratspolitiker selbst mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. „Dann können wir sehen, welchen Wunsch wir berücksichtigen und welchen nicht – und warum nicht.“ Bei Jugendlichen, die nicht im Stadtgebiet von Pattensen wohnen sei es vermutlich schwierig, an wichtige Daten wie Geburtsdatum und Wohnadresse zu kommen. Schumann schlug vor, dass sich aus jeder Ratsfraktion ein Vertreter findet und Kontakt zur Schülervertretung (SV) der KGS aufnimmt, um über die Satzung zu diskutieren. Der Ratsbeschluss zur Gründung des Jupa soll im November gefasst werden, Anfang 2019 soll die erste Jupa-Wahl stattfinden. „Dafür brauchen wir auch Zeit“, sagte Schumann.

Schumann schlug außerdem vor, dass sich Ratsmitlieder als Paten für die gewählten Mitglieder des Jupa zur Verfügung stellen. „Letztendlich ist es Ihr Nachwuchs“, sagte sie zu den Ratsmitgliedern im Ausschuss. Im Ausschuss wurden die von ihr vorgetragenen Überlegungen positiv aufgenommen. Das Thema wurde einstimmig als beraten angesehen. Die nächste öffentliche Diskussion wird am 7. November im Schulausschuss sein.

Von Kim Gallop

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Techniker, der das Windrad zwischen Pattensen-Mitte und Hiddestorf repariert hat, war hoffentlich schwindelfrei. Fotograf Torsten Lippelt an ihn an seinen ungewöhnlichen Arbeitsplatz beoabachtet.

27.09.2018

Der Schulwald der KGS Pattensen und der Calenberger Schule soll noch in diesem Jahr gepflanzt werden. In fünf Jahren sollen auf der 2000 Quadratmeter großen Fläche bis zu fünf Meter hohe Bäume stehen.

29.09.2018

Bei einem 46-Jährigen aus Pattensen hat die Polizei mehr als 1400 gespeicherte pornographische Fotos und Videos von Kindern und Jugendlichen entdeckt. Das Amtsgericht verhängt eine Geldstrafe.

26.09.2018