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Pattensen Netzwerk: Wenn Kinder Gewalt erfahren
Umland Pattensen Netzwerk: Wenn Kinder Gewalt erfahren
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17:07 27.09.2018
Beim Pattenser Netzwerktreffen für Kinder referiert Stefanie Brida im St. Lucas-Gemeindesaal über Kinder im Fokus häuslicher Gewalt. Quelle: Torsten Lippelt
Pattensen-Mitte

 Zu einem Referat der Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Stefanie Brida hatte das Pattenser Netzwerk für Kinder am Mittwochabend in den Gemeindesaal von St. Lucas eingeladen. 65 – vornehmlich weibliche - Fachkräfte und ehrenamtlich Tätige in der Arbeit mit Eltern und Kindern folgten ihren Ausführungen und Tipps zum Thema „Kinder im Fokus häuslicher Gewalt“. Mitarbeiterinnen von örtlichen Kitas und Beratungsstellen gehörten ebenso dazu, wie Ärztinnen, Ergotherapeutinnen und Logopädinnen.

Brida verdeutlichte die psychologischen Folgen für Kinder, wenn sie bei massiven Streist ihrer Eltern – vornehmlich durch die Väter – Zeugen von häuslicher Gewalt werden. „Was kann man tun und wie kann man helfen, wenn man mit davon betroffenen Kindern regelmäßig arbeitet“, lautete die übergreifende Fragestellung, um deren Beantwortung sich die Referentin in ihrem umfangreichen Vortrag dann detailliert bemühte.

Seit 2015 lädt das Pattenser Netzwerktreffen für Kinder im Frühjahr und Herbst zum gegenseitigen Austausch bei Treffen mit vorher vereinbarter Themensetzung ein. „Wir planen jedes Mal schon beim Treffen, worüber wir beim nächsten Mal sprechen wollen und laden uns dann Referenten dazu ein“, erläutert Annette Köppel von Mobile, Trägerverein des Mehrgenerationenhauses Pattensen, das Konzept. Gemeinsam mit Pattensens städtischer Gleichstellungsbeauftragter Heike Grützner und Jan Fehring vom Fachbereich Jugend der Region Hannover, hatte sie auch dieses Treffen organisiert. „Das Format dieser Treffen hat sich bewährt. Es stößt auf Interesse und fördert den regen Austausch. Sonst kommen im Schnitt um die 50 Teilnehmer“, zeigte sie sich in Anbetracht des gut gefüllten Saales bestätigt, das für diesen Abend richtige Thema gewählt zu haben.

In der rund halbstündigen Pause im Anschluss an Stefanie Bridas Vortrag wurde fleißig genetzwerkt, bevor im zweiten Teil des Abends dann drei weitere Beiträgen zum Thema häusliche Gewalt und Kinder folgten. Es berichteten Vertreter des Männerbüros Hannover, der Donna Clara-Frauenberatungsstelle in Laatzen und die Jugendhilfestation in Springe. Bürgermeisterin Ramona Schumann, die anfangs an der Veranstaltung teilnahm und dann in den parallel stattfindenden Sozialausschus eilte, lud das Netzwerk für Kinder für sein nächstes Treffen - das planmäßig im Frühjahr 2019 stattfinden soll – außerdem ins Rathaus ein.

Von Torsten Lippelt

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