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Pattensen Strommast: Reparatur dauert Monate
Umland Pattensen Strommast: Reparatur dauert Monate
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16:51 10.10.2018
Der abgeknickte Strommast hat den Rübenroder unter sich begraben. Quelle: Kim Gallop
Pattensen/Lüdersen

Bis ein neuer Strommast zwischen Pattensen und Lüdersen steht, wird es mehrere Monate dauern. Das schätzt der Stromversorger Avacon. Am späten Samstagabend war im Dunkeln auf einem Acker ein Rübenroder gegen einen Strommast geprallt. Der Mast knickte ab und begrub das Fahrzeug unter sich. Verletzt wurde niemand, weil der Fahrer die Nerven bewahrte und zwei Stunden im Rübenroder ausharrte, bis die Feuerwehr ihn befreien konnte. Wäre er ausgestiegen, hätte er lebensgefährlich verletzt werden können. Die 110.000 Volt-Leitungen hängen bis jetzt herunter und berühren den Boden. Deshalb ist die Unfallstelle weiträumig abgesperrt. Strom wird umgeleitet.

Die Unfallstelle ist weiträumig abgesperrt. Quelle: Kim Gallop

Jetzt sollen zunächst die sogenannte Leiterteile abgenommen werden, damit der Rübenroder frei geschnitten werden kann, sagte Avacon-Sprecherin Michaela Fiedler auf Anfrage. Dann werde das Fahrzeug, von dem zur Zeit nicht feststeht, ob es noch fahrtüchtig ist, wieder der Zuckerrüben-Rodegemeinschaft Weserbergland übergeben, für die der Fahrer tätig war. Dann wird der abgeknickte Strommast Stück für Stück zerlegt und abtransportiert.

Noch unklar ist, sagte Fiedler, wie sehr die Statik der Strommaste beeinträchtigt ist, die rechts und links von der Unfallstelle stehen. Sind sie trotz des mechanischen Druck, der durch das Abknicken des mittleren Masts und den gewaltigen Ruck an den Leitungen auf sie ausgeübt wurde, noch standfest? „Es ist noch nicht klar, ob da auch ein Neubau nötig ist, oder ob eine Reparatur ausreicht“, erläuterte die Sprecherin.

Die Unfallstelle ist weiträumig abgesperrt. Quelle: Kim Gallop

In Pattensen, Hüpede und Oerie hat am Samstagabend nur kurz das Licht geflackert. Doch in Springe, Barsinghausen, Ronnenberg, Wennigsen und auch im Robert-Koch-Krankenhaus in Gehrden ist der Strom für knapp 40 Minuten ausgefallen. Der Gesamtschaden soll sich im hohen sechsstelligen Bereich bewegen. Wer was und wie viel bezahlt, ist noch nicht klar. Da die Avacon an dem Unfall nicht schuld sei, so Fiedler, „werden das die Haftpflichtversicherungen unter sich klären“.

Die Rüben, die auf dem Acker gerodet wurden, als der Unfall passierte, liegen immer noch dort. Auf den Eigentümer des Feldes und der umliegenden Flächen kommen aber ganz andere Beeinträchtigungen zu, als der Verlust von ein paar Zentnern Rüben: Nach Auskunft von Pattensens Bezirkslandwirt Heinrich Eicke aus Oerie, der eine dieser Flächen bewirtschaftet, hat die Avacon alle betroffenen Landwirte angerufen, um von ihnen die Genehmigung zu erhalten, die Flächen zu betreten und zu befahren. Wenn durch die monatelangen Bergungs- und die Bauarbeiten ein sogenannter Flurschaden entsteht, wird auch das bei den Versicherungen geltend gemacht.

Von Kim Gallop

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