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Pattensen Schnelleres Internet im Gewerbegebiet nötig
Umland Pattensen Schnelleres Internet im Gewerbegebiet nötig
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14:36 29.06.2018
Anschluss erwünscht: Dirk Erdner (von links), Arne Schütt und Ramona Schumann sprechen über schnelleres Internet fürs Gewerbegebiet Pattensen. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

Die Internetanbindung im Gewerbegebiet in Pattensen-Mitte soll besser werden. Darum wollen sich die Stadt Pattensen und Dirk Erdner aus Pattensen-Mitte bemühen. Erdner ist Vorsitzender des FDP-Ortsverbandes sowie als Selbstständiger im IT-Bereich tätig. Jetzt fand im neuen Rathaus von Pattensen ein Gespräch zwischen Bürgermeisterin Ramona Schumann, Pattensens Wirtschaftsförderer Arne Schütt und Erdner über die nächsten Schritte statt.

Nach Auskunft von Erdner stehen im Gewerbegebiet derzeit Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) im Download zur Verfügung und 40 MBit/s im Upload. Er habe von mehreren Firmenvertretern gehört, dass sie sich höhere Bandbreiten wünschen.

Dass einige der im Gewerbegebiet ansässigen Firmen Probleme mit den Bandbreiten haben, sei bekannt, bestätigte Bürgermeisterin Schumann. Sie habe Wirtschaftsförderer Schütt bei seinen Antrittsbesuchen zu einigen Unternehmen begleitet und die unzureichende Internetverbindung sei das Hauptthema gewesen. „Gerade für Unternehmen, die weltweit unterwegs sind, ist der Standort extrem schwierig“, meinte Schumann. Da sei die politische und fachliche Unterstützung, die Erdner der Stadt angeboten habe, sehr willkommen.

Im Gewerbegebiet liegen Kupferkabel, was die Übertragung verlangsamt, sagte Erdner. „Die Unternehmen wollen Glasfaser.“ Seine Firma sei Vertriebspartner des örtlichen Telekommunikationsanbieters htp. Dieses Unternehmen mit Sitz in Hannover hat schon an einigen Orten in der Region den Ausbau vorangetrieben. Ein erstes Gespräch zwischen einem htp-Vertreter, der Bürgermeisterin und Erdner hat schon stattgefunden. Die Stadt sei auch daran interessiert, mit weiteren Anbietern zu sprechen, betonte Schumann, etwa mit der Deutsche Glasfaser Holding GmbH. Nur mit der Telekom rechne sie nicht mehr, sagte die Bürgermeistern. „Ich bin am Ende meiner Geduld mit der Telekom. Die Telekom hat sich nicht wirklich am Ausbau beteiligt. Die hält sich total raus.“

Nun soll geprüft werden, wie sich eine besserer Anbindung finanzieren lässt. Eine öffentliche Förderung sei schwer zu bekommen, weil die nur bei einer Versorgung von unter 30 MBit/s greife, erläuterte Wirtschaftsförderer Schütt. Erdner warf prompt ein: „Es gibt im Gewerbegebiet sogar Nutzer, da kommen im Download weniger als 25 MBit/s an!“ Laut Schumann will die Stadt zunächst prüfen, wie viele Firmen tatsächlich Abnehmer einer neuen schnelleren Verbindungen wären: „Ohne Kunden kein Ausbau.“ Bei der Planung für den Ausbau dürfe auch das neue Gewerbegebiet, das im Verfahren ist, nicht außer Acht gelassen werden. Sie kündigte an, dass es zu dem Thema Breitbandversorgung im Gewerbegebiet Pattensen noch in diesem Jahr eine Infoveranstaltung geben wird.

Von Kim Gallop

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