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Ronnenberg Christiane Mauthe stellt im Kunstraum aus
Umland Ronnenberg Christiane Mauthe stellt im Kunstraum aus
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13:58 11.01.2019
Die meisten Modelle Christiane Mauthes stemmen aus ihrem direkten Umfeld. Quelle: Uwe Kranz
Benthe

Ihre Kreativität treibt Christiane Mauthe an. Spätestens alle drei bis fünf Jahre sucht sich die Künstlerin, die seit 1973 in Hannover wohnt, eine neue Ausdrucksform. Kein Wunder also, dass sie bei ihrer dritten Ausstellung im Kunstraum Benther Berg nach 2005 und 2011 ab Sonntag, 13. Januar, wieder eine für sie völlig neue Darstellungen präsentieren kann. Bei „Portraits“ geht es um eben solche, überdimensional groß und mit Bleistift gezeichnet.

Dabei ging diesmal alles viel schneller als gewohnt. Zuvor hatte sich Mauthe auch schon mit Gesichtern beschäftigt, allerdings in kleinen quadratischen Formaten. Einige der dabei entstandenen bunten Aquarelle, die sehr viel Lebensfreude vermitteln, hängen, einen deutlichen Kontrast bildend, im Kunstraum zwischen den aktuellen Werken. Entstanden sind dabei auch „Ahnen für alle“, Porträts von Personen aus der Günderzeit, aus denen sich jeder seine eigenen Vorfahren zusammenstellen könne, so Mauthe.

Aus der Reihe "Ahnen für alle" von Christiane Mauthe kann sich jeder seinen bevorzugten Vorfahren aussuchen. Quelle: Uwe Kranz

Experimentierend habe sie anschließend versucht, mit Bleistift zu malen – und ist daran hängen geblieben. In vielen Schichten schraffierte und radierte die in Stolzenau bei Nienburg geborene Künstlerin in einem enormen Tempo. In nur einem Jahr porträtierte sie 36 Personen und schaffte damit genug Bilder für die aktuelle Ausstellung in Benthe, die nun auch das schnelle Ende dieser Schaffensperiode mit sich bringt. „Die Ausstellung kommt genau passend, weil ich hier alles Revue passieren lassen kann“, sagt Mauthe.

Die Vorlagen fand sie in ihrem direkten Umfeld – mal ist es eine betagte Griechin, mal der Schornsteinfeger oder auch der Kunstraum-Vorsitzende Rainer Janssen, die der Künstlerin in Fotoform „Modell standen“. Dabei will Mauthe den Porträtierten nicht schmeicheln. Sie hat sich auch keine jungen Modelle ausgesucht. „Mit den glatten Gesichtern kann ich nichts anfangen“, sagt sie.

Stattdessen arbeitete sie jeder Furche und jede Falte so deutlich heraus, dass es den Anschein macht, jedes Detail dieser fast schon plastischen Darstellungen könne eine eigene Geschichte aus dem Leben des Porträtierten erzählen, wenn man die Bilde nur lange genug betrachtete. „Das ist bei jeder Kunst so“, sagt Mauthe bescheiden. „Man muss eben genau hingucken.“

Die Ausstellungseröffnung im Kunstraum Benther Berg, Bergstraße 3 in Benthe ist am Sonntag, 13. Januar, um 11 Uhr. Sie endet am 17. Februar. Zur Einführung spricht Vera Burmester. Öffnungszeiten des Kunstraums: sonnabends und montags von 15 bis 17 Uhr sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Von Uwe Kranz

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