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Ronnenberg Arbeiter schwitzen für die Grundschüler
Umland Ronnenberg Arbeiter schwitzen für die Grundschüler
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16:13 24.07.2018
Die Arbeiter der Firma Meldau hängen im Korb an einem Kran in der Sonne. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

Es könnte so schön sein: Die Aussicht über die westlichen Teile von Empelde ist vom Dach der Sporthalle an der Theodor-Heuss-Schule aus sicherlich angenehm. Auch haben die Arbeiter, die derzeit das Hallendach an der Grundschule reparieren, keinen Regen zu befürchten. Die Mitarbeiter der Burgdorfer Firma Meldau müssen allerdings dennoch einiges aushalten. „Das ist kein Spaß“, weiß der Kollege der am Boden den Kran mithilfe einer Fernsteuerung bedient, über die Aufgabe in dem Arbeitskorb zu berichten.

An seinem Seil hängen die Dachdecker in luftiger Höhe – allerdings auch in der prallen Sonne, bei mehr als 30 Grad Celsius im Schatten. Aus Sicherheitsgründen angegurtet müssen die beiden Arbeiter auf wenigen Quadratzentimetern in der schaukelnden Kabine ihre Tätigkeit verrichten. Da fließt der Schweiß in Strömen. Und ohne Sonnencreme geht natürlich auch nichts, wie einer der beiden betont. Ihre Namen wollen die drei nicht in der Zeitung lesen.

Am vergangenen Freitag war die Situation noch unangenehmer. Zum Ausbau der alten Firstwinkel aus asbesthaltigem Eternit mussten die Dachdecker Schutzanzüge Tragen. Am Dienstag und Mittwoch sind sie nun damit beschäftigt, neue Firstwinkel zu montieren, Meter für Meter am Seil des Kranes hängend.

Der Schaden an dem Dach war eher zufällig und nicht während der jährlich vorgenommen Inspektionen aufgefallen. Während eines Schulfestes Anfang Mai hatte der damalige Fraktionsvorsitzende der AfD, Felix Teichner, Teile des Firstes auf einem Vordach entdeckt. Bei einer ersten Inspektion waren zunächst keine größeren Beschädigungen bemerkt worden. Bei einer Experten-Begehung des Daches wenige Tage später waren aber sechs weitere Bruchstücke gefunden worden. Damit war klar, dass Handlungsbedarf besteht.

Ziel der Verwaltung mit der aktuellen Reparatur ist es, weiteren Schaden für das Gebäude zu vermeiden. Eine Gefährdung durch Asbest sei nicht gegeben gewesen, wie Fachbereichsleiter Frank Schulz betonte.In der Einschätzung des Umweltbundesamtes gilt der verwendete Baustoff Eternit mit einem Asbestgehalt von 15 Prozent an Außenfassaden als unproblematisch, solange die Platten nicht aufgrund von Abnutzungen beschädigt oder verwittert sind. Der Verschleiß an den Bauteilen der Sporthalle sei dazu, laut Urteil der Verwaltung, aber zu gering.

Die Errichtung eines Gerüstes erschien den Verantwortlichen indes zu aufwendig. Mithilfe des Kranes sollen die Arbeiten am Dachfirst stattdessen jetzt innerhalb von nur drei Arbeitstagen erledigt sein.

Von Uwe Kranz

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