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Ronnenberg Nach Rekordsaison wird Freibad eingewintert
Umland Ronnenberg Nach Rekordsaison wird Freibad eingewintert
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11:52 10.10.2018
Still ruht der See: Das Freibad Empelde wird in den nächsten Tagen winterfest gemacht. Quelle: Ingo Rodriguez
Empelde

Nach der Rekordsaison herrscht im Freibad Empelde friedliche Stille. Am Rand des großen Beckens sind bereits einige Geländer abgebaut, im spiegelglatten Wasser rührt sich nicht einmal eine Miniwelle. Auch eine Badeaufsicht ist längst nicht mehr notwendig. Für Schwimmmeister Wolfgang Zogall gibt es aber trotzdem jede Menge zu tun. An dem kleinen Häuschen mit der Pumpenanlage und den riesigen Filtertanks prüft er gemeinsam mit Jürgen Borchert einen Schaden am elektrischen Absperrventil für die Wasserzuleitung. Bochert ist Mitarbeiter einer Wunstorfer Firma für Wassertechnologie, die beim Bau des gesamten Schwimmbades die Rohre verlegt hat. „Es bietet sich ja an, Instandsetzungen gleich mit zu erledigen, wenn die Technik winterfest gemacht wird“, sagt er.

Schwimmmeister Wolfgang Zogall (rechts) und Jürgen Borchert, Mitarbeiter einer Wunstorfer Firma für Wassertechnologie, nutzen die Einwinterung des Schwimmbades auch für Instandsetzungsarbeiten im Bereich der Filter- und Pumpenanlagen. Quelle: Ingo Rodriguez

Auf Zogall wartet in den nächsten Tagen viel Arbeit: Die gesamte Anlage wird winterfest gemacht. „Aus den Leitungen, Rohren und Filtertanks muss das Wasser abgelassen werden, damit nichts einfrieren kann und bei Frost beschädigt wird“, sagt der Schwimmmeister. Außerdem muss er auch das gesamte Zubehör sowie die Ausstattung rund um die Becken abbauen und frostsicher lagern. „Auch am Kinderbecken müssen die Figuren und die Pumpe für das Wasserspiel eingewintert werden“, sagt Zogall.

Auch die Spielgeräte am Planschbecken werden in den nächsten Tagen eingelagert. Quelle: Ingo Rodriguez

In diesem Jahr bereitet ihm diese Arbeit angesichts der erfolgreichen Badesaison mit riesigem Publikumszuspruch besonders viel Freude. „So einen Ansturm habe ich in Empelde in den vergangenen 25 Jahren noch nicht erlebt“, sagt Zogall. Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle kann diese Aussage mit Zahlen untermauern: „Von 1. Mai bis zum 30. September haben insgesamt 46 290 Badegäste das Schwimmbad in Empelde besucht“, nennt Kölle die offizielle Rekordzahl. Das sei die mit Abstand höchste Besucherzahl innerhalb einer Saison in der jüngeren Geschichte des Freibades. Kölle nennt auch einen Spitzenwert: „Allein am Sonntag, dem 5. August, waren 1644 Besucher da – das war der beste Tag der ganzen Saison“, sagt Kölle.

Ausgewirkt habe sich der heiße Sommer mit dem großen Publikumsansturm auch auf den Umsatz. „Kalkuliert hatten wir im Haushalt mit Einnahmen von 18 000 Euro. Eingenommen haben wir aber 78 104 Euro an Eintrittsgeldern“, sagt Kölle. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 lagen die Einnahmen laut Kölle bei 11 278 Euro. „2017 waren es 18 150 Euro“, sagt er.

Für Kölle war die Rekordsaison aber nicht allein dem heißen und trockenen Wetter zu verdanken. „Es haben sich viele Maßnahmen bezahlt gemacht: Von der früheren Eröffnung am 1. Mai bis hin zu den erweiterten Öffnungszeiten für Früh- und Spätschwimmer“, sagt der Erste Stadtrat. Nicht zuletzt habe sich auch die Millioneninvestition für die Sanierung des Freibades vor eineinhalb Jahren bezahlt gemacht. „Es sind ja viele Besucher extra wegen der schönen Anlage und der garantierten Wassertemperatur von 24 Grad Celsius im beheizten Becken nach Empelde gekommen, anstatt in andere Freibäder zu gehen“, sagt Kölle.

Die Duschen sind inzwischen bereits nicht mehr an die Wasserleitungen angeschlossen. Quelle: Ingo Rodriguez

Dem überwältigenden Erfolg zum Trotz bleibt das Freibad für Kölle vor allem eine Anlage für den Schwimmbetrieb. In einem kommunalen Fachausschuss hatte die Stadt jüngst eine Anfrage erhalten, ob es denn nicht möglich sei, das Bad mit dem großen Freigelände auch außerhalb der Badesaison zu nutzen. Diesbezüglich sei die Stadt zwar jederzeit verhandlungsbereit, wenn Interesse an umsetzbaren Ideen bestünde, betont Kölle. Er habe jedoch inzwischen alle möglichen Nutzer und Vereine dazu befragt: „An einer Nutzung im Herbst, Winter und Frühling besteht demnach kein Interesse – bislang Fehlanzeige“, sagt Kölle.

Von Ingo Rodriguez

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