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Ronnenberg Neuer Parkplatz könnte Entlastung schaffen
Umland Ronnenberg Neuer Parkplatz könnte Entlastung schaffen
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16:45 09.11.2018
Ortstermin an der P&R-Anlage: Vertreter aus Politik und Verwaltung sehen sich die Lage auf dem Parkplatz an. Quelle: Georg Weber
Empelde

Die Park and Ride-Anlage mit rund 80 Stellplätzen am Endpunkt der Stadtbahnlinie 9 in Empelde hat ihre Auslastungsgrenze überschritten. Unter dieser Annahme hat Hans-Heinrich Hüper, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion im Rat der Stadt Ronnenberg, den Arbeitskreis Verkehr der CDU-Fraktion in der Region Hannover mit seinem Sprecher Eberhard Wicke zu einem Ortstermin eingeladen, um die aktuelle Situation vor Ort und die Zukunftsoption mit einer weiteren P&R-Anlage an der Stadtgrenze zu Hannover zu besprechen. Bürgermeisterin Stephanie Harms und Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler waren ebenfalls zum Termin vor Ort gekommen.

Auch in den Anliegerstraßen werden Fahrzeuge von Pendlern abgestellt. Dadurch entsteht dort zusätzlich ein Suchverkehr nach eine freien Stellmöglichkeiten. Auch zu Konflikten mit den Anliegern ist es diesbezüglich bereits gekommen. Erweiterungsmöglichkeiten für die P&R-Anlage „Auf dem Rade“ gibt es allerdings nicht. Ein Lösungsvorschlag ist die Schaffung einer zusätzlichen Park&Ride-Anlage für bis zu 70 Kraftfahrzeuge an der Stadtgrenze zwischen Empelde und Badenstedt.

Die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (Infra) ist für den Ausbau der Schienenstrecken, Haltestationen und P&R-Anlagen zuständig. Ihr Geschäftsführer Christian Weske hatte aktuelles Zahlenmaterial als Ergebnis einer dreitägigen freiwilligen Nutzerbefragung mitgebracht. Danach sind die Parkplätze am Straßenbahnendpunkt in Empelde zu den Hauptberufszeiten zu 89 bis 99 Prozent ausgelastet. Etwa 20 Fahrzeuge werden außerhalb der Anlage abgestellt. 53 Prozent der befragten Berufspendler gaben an, dass sie aus Barsinghausen und Gehrden kommen. Zur Anfahrt von der Bundesstraße 65 zum Straßenbahnendhaltepunkt nutzen sie die Nenndorfer Straße. Dabei belasten sie die Ortsdurchfahrt in Empelde.

„Diese Autofahrer könnten auf der B65 weiter in Richtung Hannover fahren und zwei Auffahrten später auf die Hermann-Ehlers-Allee und Berliner Straße abbiegen“, überlegte Hans-Heinrich Hüper. Sie könnten dann den geplanten Park&Ride-Parkplatz mit etwa 70 Stellplätzen auf der Südseite der B65 an der Margot-Matthias-Straße nutzen. Das Grundstück gehört der Stadt Hannover.

Für Empelde ergäben sich zwei Vorteile: Der Durchgangsverkehr in Empelde reduziert werden und Verkehrsteilnehmer aus Ronnenberg und Benthe hätten eher die Chance, einen freien Parkplatz an der P&R-Anlage zu finden, wenn die Berufspendler aus dem Umland zum neuen Parkplatz an der Stadtgrenze zu Hannover weiterfahren.

Allerdings müsste dazu die Anbindung der P&R-Anlage mit einer Zu- und Abfahrten in beide Richtungen an den stark frequentierten Verkehrsknotenpunkt unter der B65-Brücke gelöst werden, meint Hans-Heinrich Hüper. „Die Verkehrsbelastung könnte gerade zu Berufsverkehrszeiten ansteigen, zumal jetzt schon Verkehrsstaus auf der Berliner Straße der Regelfall sind“, befürchtet er. Christian Weske berichtete, dass eine aktuelle Verkehrsanalyse vorliegt. Dieses Gutachten wird im Planfeststellungsverfahren und Bürgerbeteiligungen mit den Anliegern sowohl in Badenstedt und Empelde (Mittwoch, 14. November, 19 Uhr, Theodor-Heuss-Schule) vorgestellt.

„Jetzt muss ein Konsens zwischen Hannover und Ronnenberg geschaffen werden“, fasste Eberhard Wicke das Ergebnis aus dem Ortstermin zusammen. Christian Weske rechnet für Mitte 2019 mit dem Abschluss der planungsrechtlichen Vorgaben. Im Jahr 2020 könnte mit dem Bau der barrierefreie Haltestelle Hermann-Ehlers-Allee an der Stadtbahnlinie 9 begonnen werden. Anfang 2021 könnte seiner Einschätzung nach dann die neue P&R-Anlage zusammen mit der modernen Haltestelle fertiggestellt sein.

Von Georg Weber

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