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Ronnenberg Schwellen in Unterführung werden ersetzt
Umland Ronnenberg Schwellen in Unterführung werden ersetzt
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12:15 10.12.2018
Auf beiden Seiten der Bushaltestelle sollen die Schwellen Autofahrer zum Abbremsen zwingen. Quelle: Uwe Kranz
Empelde

An Tempo 30 halten sich viele Autofahrer nicht freiwillig. Grund genug für viele Kommunen, vor allem an besonders brisanten Stellen und in Wohngebieten ein solches Tempolimit mit baulichen Maßnahmen zu unterstreichen. So ist es auch in Empelde geschehen, wo sich in der Bahnunterführung einst vier Schwellen befunden haben. Die Erneuerung einer inzwischen fehlenden Schwelle hat der Fachausschuss für Stadtplanung nun beschlossen.

Auf beiden Seiten der Bushaltestelle waren die vier Bremshügel vormals auf den Asphalt angebracht worden. In Fahrtrichtung der Marie Curie Schule erinnert schon seit Jahren nur noch ein viereckiger Fleck an die defekte Schwelle, die längst entfernt wurde. Der Gruppe 1 im Rat der Stadt war dies ein Dorn im Auge. SPD und Linke beantragten nach der langen Zeit des Stillstands jetzt Ergänzung der Kissen. Andreas Beichler von den Grünen schilderte in der Ratssitzung zudem seine Beobachtung, dass Autofahrer in Richtung der Ampel an der Berliner Straße die vorhandene Schwelle auf der Gegenfahrbahn umführen. Dadurch käme es immer wieder zu gefährlichen Begegnungsverkehren, so Beichler.

Im Ausschuss erinnerte Hermann-Josef Mersch (CDU) dann daran, dass die Einrichtung eigentlich nur im Rahmen eines ordnungsgemäßen Betriebes instandgesetzt werden müsse. Das ist aber lange Zeit nicht geschehen. „Warum dauert das etliche Jahre“, fragte Dieter Schur, Fraktionsvorsitzender der SPD. Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler erklärte, der Bauhof habe die Situation schon länger beobachtet. Man habe damit gerechnet und darauf gewartet, dass weitere Schwellen den Geist aufgeben, um dann alle vier zeitgleich zu ersetzen. Die Verbliebenen hätten sich dann aber doch als langlebiger erwiesen als erwartet.

Nun ist der Politik der Geduldsfaden gerissen. Mit dem Beschluss ist die Verwaltung zum Handeln genötigt. Wenn ein Antrag gestellt sei und nicht zurückgenommen werde, müsse er auch die Gremien durchlaufen, erläutert Zehler. Das ist auch dann so, wenn sich, wie in diesem Fall herausstellt, dass die Reparatur auch mit weniger bürokratischem Aufwand hätte erledigt werden können.

Ganz nebenbei haben die Politiker indes auch die Notwendigkeit der Verkehrsberuhigung in der Unterführung untermauert. Jürgen Lorenz (AfD) hatte während der Diskussion im Ausschuss die Schwellen als „Geldverschwendung“ bezeichnet und ihren Fortbestand infrage gestellt. Das sahen die Vertreter aller anderen Parteien anders. Die Bushaltestelle sei eine viel frequentierte Umsteigemöglichkeit an der S-Bahn-Haltestelle, führte Beichler aus. „Wir haben die Pflicht, an dieser Stelle den Verkehr zu entschleunigen“, sagt er. Mit einer eindeutigen Mehrheit gegen die Stimme Lorenz’ unterstützte der Ausschuss diese Aussage.

Von Uwe Kranz

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