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Ronnenberg Sommerfest beim Museum für Kali- und Salzbergbau
Umland Ronnenberg Sommerfest beim Museum für Kali- und Salzbergbau
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12:32 11.09.2018
Vereinsvorsitzender Otmar Haas und der ehemalige Arbeiter Günter Köppe wollen an die Geschichte erinnern Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Empelde

Beim Sommerfest des Niedersächsischen Museums für Kali- und Salzbergbau in Empelde können die Besucher lernen, entdecken und selber ausprobieren. Marc Kothe setzt den Helm auf, nimmt Hammer und Meißel in die Hand und übt sich beim Salzklopfen. Der zehnjährige Schüler aus Groß Munzel ist das erste Mal im Bergbaumuseum und interessiert sich für die Salzkristalle. „Ich möchte heute erfahren, warum das Salz verschieden Farben hat“, sagt Marc. Diese und weitere Fragen beantwortet der Vereinsvorsitzende vom Museum Otmar Haas und zeigt den Besuchern die Ausstellung. „Wir als Verein wollen auf die Geschichte der Industriekultur aufmerksam machen und besonders die jungen Menschen ansprechen“, sagt Haas. Der Förderverein des Museums wurde im Jahr 1991 als Bergbaudokumentation Hansa Empelde gegründet und Haas erinnert sich noch an die Anfangszeit. „Bergbauinteressierte haben einige Geräte, Bilder und Salze gesammelt und sortiert“, sagt Haas.

Der zehnjährige Marc Kothe beim Salzklopfen. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Das Kaliwerk Hansa ist ein ehemaliges Salzbergwerk, das im Jahr 1973 stillgelegt wurde. Über 1000 Mitarbeiter waren hier beschäftigt. Günter Köppe ist einer von ihnen, er war bis 1969 als Handwerker angestellt. „Das Sommerfest ist eine gute Gelegenheit sich mit ehemaligen Arbeitern zu treffen und gleichzeitig Informationen weiterzugeben“, sagt Köppe. Das Museum wurde 1996 eröffnet und in sieben Räumen wird die Bergmann-Tradition gezeigt. Die Besucher können das Modell des Empelder Salzstockes sehen, über 100 bunte Salze aus aller Welt bestaunen oder einen nachgebauten Abbauort erkunden. Auf dem Außengelände steht dauerhaft ein Grubenzug und Förderwagen, die an frühere Zeiten erinnern. Doch bei dem Sommerfest können Interessierte das weiße Gold sofort probieren. Der Soltauer Salzsiedeverein zeigt die Herstellung in einer Siedepfanne und schöpft das Salz frisch ab.

Die Ausstellung zeigt die Arbeit beim Bergbau. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig

Der Verein möchte auch in Zukunft die Geschichte des Benther Salzstockes dokumentieren und hat in Zusammenarbeit mit dem Historiker Olaf Grohmann ein neues Konzept für das Museum erarbeitet. „Die Räume werden modernisiert und die Sammlung nach Themen sortiert“, verrät Haas. Das Ziel sei es einen außerschulischen Lernort einzurichten, sagt Haas. Bis zur Umsetzung des Konzepts hat das Museum für Kali- und Salzbergbau sonntags von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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