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Ronnenberg Ortsrat will Dorfgemeinschaftshaus überplanen
Umland Ronnenberg Ortsrat will Dorfgemeinschaftshaus überplanen
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00:16 30.09.2018
Der Charme der Sechzigerjahre: Die Toiletten am Dorfgemeinschaftshaus in Ihme-Roloven. Quelle: Uwe Kranz
Ihme-Roloven

 Für Hans-Hermann Fricke ist hinter den Holztüren alles sehr vertraut. „Ich bin hier 1964 eingeschult worden. Da war hier noch das Lehrerklo“, sagt der Ortsbürgermeister von Ihme-Roloven bei einem improvisierten Ortstermin vor der Sitzung des Ortsrates an den Toiletten des Dorfgemeinschaftshauses (DGH). In dieser Anekdote verbirgt sich das große Problem der Einrichtung: Die sanitären Anlagen sind deutlich in die Jahre gekommen und versagen immer häufiger ihren Dienst. Der Ortsrat will deshalb den gesamten Gebäudeteil neu überplanen.

Vor rund vier Wochen fanden die Teilnehmer eines Seniorennachmittags zuletzt eine unangenehme Überraschung vor. Ein Rohr war verstopft, die Folgen entsprechend unansehnlich. „Zum dritten Mal in diesem Jahr“, gab Ortsratsmitglied Torsten Baasner (SPD) zu Protokoll. Die Verwaltung habe nach dem Notruf zwar schnell und gut reagiert, „aber das Problem muss langfristig gelöst werden“, stellte er fest.

Gerade bei Veranstaltungen sei die Kapazität der Damentoilette nicht ausreichend. Deshalb plädierte Carsten Elies (parteilos) dafür, die Chance zu ergreifen, die sanitären Einrichtungen barrierefrei und den Bedürfnissen entsprechend anzupassen. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Jörg Garbe ging noch einen Schritt weiter: Man solle darüber nachdenken, die Nutzung des DGH im Ganzen zu überdenken und in diesem Zuge die Toiletten umgestalten, meinte er. Allerdings sollten die Bücherei und der Saal bei diesem Vorgehen unangetastet bleiben.

In dem Trakt der Toiletten gibt es eine Ansammlung von Kleinsträumen und Kemenaten, stellte Fricke mit Blick auf den Grundriss des Gebäudes fest. Deshalb müsse das Gesamtkonzept überdacht werden, sagte er. „Die Toiletten befinden sich auf dem Stand von 1960.“ Baasner entdeckte auf dem Plan mit dem Raum 107 ein besonderes Zimmer. „Der wurde früher als Gefängniszelle genutzt“, erklärt er. Der große Wurf sei zwar finanziell aufwändiger, wie Fricke betonte. Aber es sei besser ein halbes Jahr länger zu warten und dafür etwas Vernünftiges zu bauen.

Halteverbote befürwortet

Der Ortsrat beschäftigte sich auch mit der Parksituation an zwei unübersichtlichen Stellen der Ortsdurchfahrt. Auf Höhe der Hauptstraße 54 und in einer Kurvenlage an der Wettberger Straße sehen die Ortsratsmitglieder die Lösung in einem Halteverbot. Die entsprechenden Bereiche der Straße seien aufgrund der parkenden Autos schlecht einsehbar, was Gefahrensituationen heraufbeschwöre. Unfälle seien zwar noch nicht zu beklagen, allerdings seien bereits Ansätze von Kleinkriegen zwischen Anwohnern zu beobachten, hieß es im Ortsrat.

Sportverein erhält zusätzliche Ausrüstung

Wesentlich zu trocken war der Sommer auch für die Rasenflächen auf den Sportplätzen im Stadtgebiet. In Ihme-Roloven führte das aufgrund der mangelnden Bewässerungseinrichtungen zu einer besonderen Erschwernis. Alle paar Stunden hätten diverse freiwillige Helfer die Sprenger umstellen müssen, erklärte Torsten Baasner. Die einzige vorhandene Pumpe sei zudem den Erfordernissen nicht gerecht geworden. Die Hoffnung des Sportvereins auf eine Erweiterung der Bewässerungseinrichtungen nährte Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Im Verwaltungsentwurf des Haushaltes seien die fehlende zweite Pumpe und ein automatischer Sprengwagen vorgesehen, sagte er. Nach angaben des Ortsrates sind diese auf anderen Sportplätze der Stadt längst Standard.

Einen Beschluss könne das Gremium allerdings nicht fällen, stellte Wolfgang Zehler fest, Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung. Zuständig sei die Stadt als Untere Verkehrsbehörde. Das Halteverbot könne zunächst auch Probeweise eingeführt werden, erklärte er. Da befürchtet wird, dass Verkehrsteilnehmer als Reaktion in den dann freien Bereichen deutlich schneller fahren, müsse es möglicherweise später wieder aufgehoben werden. Der Fall Wettberger Straße soll zudem in der nächsten Ortsratssitzung noch einmal auf die Tagesordnung kommen, damit Anlieger die Chance bekommen, ihre Meinung zu dem Thema zu äußern.

Von Uwe Kranz

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