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Ronnenberg Stadt sucht Grundstück für neue Kita
Umland Ronnenberg Stadt sucht Grundstück für neue Kita
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16:21 23.01.2019
Das Ortsschild ist zu weit zu sehen. Einen Geschwindigkeitstrichter wird es nicht geben. Quelle: Uwe Kranz
Linderte

Die Stadtverwaltung hat während der Ortsratssitzung in Linderte am Dienstagabend im Rahmen der Beratungen zum Haushalt unter anderem Einzelheiten über die geplante Kita in dem Ortsteil bekanntgegeben. Ersten groben Planungen zufolge soll die Einrichtung bis zum Beginn des Kindergartenjahres 2020/2021 fertiggestellt werden.

Erstmal müsse man sich über den Standort Gedanken machen, sagte Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler auf die Frage eines Bürgers nach dem Stand der Dinge. Derzeit sei man aktiv bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück, ergänzte Kämmerer Frank Schulz. Bis Ende des 1. Halbjahres wolle man alle Möglichkeiten ausgelotet haben. Die Schwierigkeit: In Linderte gibt es keine geeigneten stadteigenen Flächen, und nicht jeder wolle sein Land verkaufen, erklärte Ortsbürgermeister Carsten Erbelding. Zumindest ein Eigentümer meldete aber am Ende der Sitzung sein Interesse an einem Verkauf an.

Geplant ist seitens der Stadt der Bau einer Kita mit einer Kindergarten- und einer Krippengruppe, die sowohl den Bedarf in Linderte und Vörie abdecken als auch Ihme-Roloven und Weetzen mit entlasten soll. Für das Gebäude, die benötigten Freiflächen und die Stellplätze suche man eine Fläche von rund 1000 bis 1100 Quadratmetern, rechnete Schulz vor.

Die Gesamtkosten für den Neubau beziffert der Kämmerer auf rund 1,61 Millionen Euro. Die ersten 400.000 Euro davon sind bereits im Haushaltsentwurf der Stadt Ronnenberg für 2019 eingeplant. Ein Viertel der Gesamtinvestition will die Verwaltung mit Zuschüssen des Landes (180.000 Euro) und der Region (213.000 Euro) abdecken. Das Gebäude soll in der Modulbauweise entstehen, die unter anderem auch zeitsparend ist. Als Vorbild dient die die Kita Weetzen II an der Bröhnstraße des benachbarten Ortsteils.

Kein Geschwindigkeitstrichter am Ortseingang

Einen Rückschlag gab es für die Linderter im Kampf gegen Raser auf der Straße Lindenbrink. Um die Autofahrer auf der schnurgeraden Ortseinfahrt abzubremsen, hatte sich der Ortsrat einen sogenannten Geschwindigkeitstrichter gewünscht. Dabei drosseln Schilder die Höchstgeschwindigkeit bereits vor dem Ortsschild von 100 auf 70 Stundenkilometer. Das hat die Region Hannover für Linderte jetzt abgelehnt. Solche Trichter würden nur in Bereichen eingerichtet, wo das Ortsschild nicht früh genug erkannt werden könne. Außerdem gebe es einen Fuß- und Radweg entlang dieser Regionsstraße, der die Sicherheit dieser Verkehrsteilnehmer garantiere und es fehle an registrierten Unfällen. Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Stadt Ronnenberg nannte die Umstände, die zu der Ablehnung führten, eine „ärgerliche Erlasslage“. In Sachen des Pilotprojektes Tempo 30 des Landes, für das sich Linderte beworben hatte, gibt es indes noch keinen neuen Stand.

Weiterhin im Haushaltsentwurf vorgesehen ist die Erneuerung der Heizungsanlage im Dorfgemeinschaftshaus für rund 12.000 Euro. Außerdem soll die Schrift auf einem Gedenkstein auf dem Friedhof erneuert werden. Eine Messingtafel mit Namen waren offenbar von Metalldieben entwendet worden. Die neue Variante soll aus Schiefer bestehen und damit für Langfinger unattraktiv werden. Die Kosten dafür belaufen sich laut Erbelding auf rund 4000 bis 5000 Euro. Weiterhin hofft der Ortsrat, dass Linderte bereits 2019 von einem 10.000 Euro umfassenden Programm zur Erneuerung der Friedhofsorgeln im Stadtgebiet profitieren wird. Die Instrumente hätten inzwischen ihr Alter erreicht, erklärte Zehler die Umstände. Erbelding berichtete indes von sich häufenden Problemen mit der Linderter Orgel. Im Anschluss erhielt der Entwurf die Zustimmung aller Ortsratsmitglieder.

Von Uwe Kranz

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