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Nachrichten Illegaler Waffenbesitz: Niemand macht von Amnestie Gebrauch
Umland Ronnenberg Nachrichten Illegaler Waffenbesitz: Niemand macht von Amnestie Gebrauch
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00:24 08.03.2018
Bis zum 30. Juni können illegale Waffen straffrei bei den zuständigen behörden abgegeben werden. Symbolbild. Quelle: dpa
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Ronnenberg

 Wer illegale Waffen besitzt und diese freiwillig bei der jeweils zuständigen Waffenbehörde oder Polizeidienststelle abgibt, hat derzeit keinerlei Konsequenzen zu befürchten. Seit Juli 2017 ist eine zeitlich befristete Amnestieregelung in Kraft, die es Bürgern ermöglicht, illegale Waffen und Munitionen straffrei dem Staat zu überlassen und somit einer Anzeige wegen unerlaubten Waffenbesitzes oder Waffenerwerbs zu entgehen. Diese Regelung gilt noch bis zum 30. Juni 2018. In Ronnenberg hat davon laut Wolfgang Zehler, zuständiger Fachbereichsleiter bei der Stadt, bislang allerdings niemand Gebrauch gemacht. Bis Anfang Februar wurden niedersachsenweit rund 4800 Schuss-, Hieb- und Stichwaffen straffrei abgegeben. 674 davon befanden sich in illegalem Besitz. Laut Innenministerium handelt es sich hierbei häufig um Erbstücke oder andere ältere Modelle.

Es ist nicht das erste Mal, dass es in Deutschland solch eine Straffreiheit gibt. Bereits im Jahr 2009 konnten Bürger aufgrund einer Amnestie vor einer Strafverfolgung sicher sein. Damals wurden allein in Niedersachsen mehr als 26.600 Waffen abgegeben. Insgesamt 3351 dieser Waffen befanden sich im illegalen Besitz. In Ronnenberg wurde auch damals diese Möglichkeit von keinem Bürger genutzt. 

Ursache für die fehlenden Abgaben könnte aus Zehlers Sicht sein, dass viele Ronnenberger gar nicht wissen, dass sie illegale Waffen besitzen. „Häufig wurden alte Dolche oder ähnliche Waffen an die nächste Generation vererbt und werden nun im Keller oder auf dem Dachboden gelagert“, sagt er. Dass die heutigen Eigentümer eine entsprechende Besitzkarte benötigen, sei ihnen möglicherweise gar nicht bewusst.

Den Besitzern illegaler Waffen soll durch die Amnestieregelung ein Anreiz gegeben werden, einen Weg aus der Illegalität zu finden. Zudem will der Staat mit Hilfe dieser Maßnahme grundsätzlich die Anzahl der im Umlauf befindlichen Waffen und Munition reduzieren.

Von Marcel Sacha

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