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Anwohner kritisieren Situation am Ententeich

Ronnenberg Anwohner kritisieren Situation am Ententeich

In einer Kraterlandschaft liegt derzeit der Ententeich in Empelde. Anwohner ärgern sich darüber. Der Zustand ist allerdings nur ein Zwischenschritt bei der Errichtung eines Quartiersplatzes auf dem Areal. 

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Aktuell bietet der Ententeich keinen einladenden Anblick.

Quelle: Uwe Kranz

Empelde/Ronnenberg.  Radikal gestutzte Büsche und Bäume, tiefe Furchen im Boden und entfernte Ruhebänke: Der Ententeich in Empelde bietet derzeit einen trostlosen Anblick. Anwohner machen sich deshalb in den sozialen Netzwerken ihrem Ärger Luft und kritisieren den „Kahlschlag rund um den Teich“, der den Bereich „schrecklich hässlich“ aussehen lässt. Den handelnden Personen bei der Stadtverwaltung wird kopfloses Handeln und Rücksichtslosigkeit gegenüber Pflanzen und Tieren vorgeworfen – auch mit Blick auf die Baumfällungen an der Benther Straße in Ronnenberg kurz vor Weihnachten. 

Aufseiten der Stadt ist Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler überrascht, dass die Vorgänge in den beiden Ortsteilen ein solches Echo hervorrufen. In der Presse, in sozialen Netzwerken und auf der eigenen Internetseite hatte die Verwaltung die vorgenommenen Arbeiten im Vorfeld angekündigt und begründet. Die Robinien an der Benther Straße seien bereits seit Jahren ein Ärgernis gewesen, erklärte er. Die alle zwei Jahre seitens der stadt durchgeführte Baumschau habe ergeben, dass nicht nur Krankheiten wie Pilzbefall und Fäulnis die Bäume befallen hatten, sondern  durch das Wurzelwerk der Bäume die Gehwege und angrenzenden Grundstücke in Mitleidenschaft gezogen wurden. Teilweise konnte die Standsicherheit nicht mehr garantiert werden. Dabei ging es unter anderem um die Verkehrssicherheit an der Durchgangsstraße. 

Die Baumschau wird von fachlich geschulten Mitwarbeitern der Stadt alle zwei Jahre durchgeführt. In Zweifelsfällen würden zusätzlich Sachverständige hinzugezogen. Eine willkürliche Fällung vieler Baumarten ist durch die Baumschutzsatzung der Stadt verboten. Nur aus wenigen Gründen, die überwiegend die öffentliche Sicherheit betreffen, gibt es Ausnahmen.

So sah es im Sommer am Ententeich in Empelde aus

So sah es im Sommer am Ententeich in Empelde aus.

Quelle: Uwe Kranz

Die Arbeiten am Ententeich in Empelde zur Vorbereitung eines Quartiersplatzes sollten eigentlich nicht so umfangreich ausfallen. Die Beschau der Pflanzen ergab aber, dass „Fäll- und Rodungsarbeiten an wild aufgelaufenen Gehölzen und abgestorbenen und nicht mehr standsicheren Weiden mit Totholz, Faulstellen und Pilzbefall im Umfeld des Teichs“ erforderlich wurden, wie es Andrea Unterricker, Leiterin des Teams Ökologie der Stadt, im November erklärt hatte. 

Der Zustand des Areals rührt nun vom erforderlichen Umfang der Arbeiten und dem aufgeweichten Boden her. Zehler betont, dass bestimmte Arbeiten nur zu den entsprechenden Jahreszeiten erledigt werden konnten. Die Absaugung des stinkenden Schlamms vom Teichboden erfolgte deshalb im November 2017, kurz darauf der Rückschnitt der Pflanzen. 

Im Frühjahr soll dann mit der Umgestaltung des Ententeichs zum Quartiersplatz Empelde-Süd mit erhöhter Aufenthaltsqualität für die Anwohner beginnen. Die Planungen gehen dabei teilweise bis auf das Jahr 2015 zurück und wurden unter Mitwirkung der Bevölkerung aufgetellt. Allerdings beklagt Zehler das damals geringe Interesse der Empelder. Die Stadt investiert insgesamt rund 145.000 Euro in diesem Bereich, der den angrenzenden Spielplatz mit einschließt. „Wir hoffen, dass sich nach Abschluss der Arbeiten nicht nur die Enten am Teich wieder wohler fühlen“, hatte Unterricker zu Beginn der arbeiten erklärt.

Von Uwe Kranz

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