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Nachrichten Beteiligung bei Jupa-Wahl enttäuscht
Umland Ronnenberg Nachrichten Beteiligung bei Jupa-Wahl enttäuscht
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00:16 21.09.2017
Von Uwe Kranz
Die Stimmen zum Jugendparlament mussten online abgegeben werden. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
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Ronnenberg

Zehn Tage lang war die Wahl im Internet freigeschaltet. "Vom Wahlsystem her hätten wir es nicht einfacher machen können", sagt Bürgermeisterin Stephanie Harms. Sie hatte die Bildung der ersten Jugendvertretung in der Stadt von Anfang an unterstützt und ist deshalb jetzt auch von der geringen Teilnahme "echt enttäuscht. Ich hatte mit einer zweistelligen Beteiligung gerechnet", sagt sie.

Als Ursachen sieht die Verwaltungschefin nicht die Politikverdrossenheit der Jugendlichen. "Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass sie kein Interesse haben", sagt Harms. Vielmehr sei das Gremium an sich in der Stadt noch zu unbekannt. Da half es auch nicht, dass jeder Wahlberechtigte persönlich per Post über sein Wahlrecht und den Ablauf der Onlinewahl informiert worden ist. 

Als klare Sieger aus der Premierenwahl gehen Hendrik Pieper und Julia Friederike Schulze hervor, die in ihrem Wahlbezirk jeweils mit Abstand die meisten Stimmen erhielten. Dabei musste sich Pieper im Wahlbezirk I (Ronnenberg, Weetzen, Ihme-Roloven, Vörie, Linderte) mit seinen 56 Stimmen nur gegen Jan Andre Hampel (14) durchsetzen.

Im Wahlbereich II (Empelde, Benthe) ließ Schulze (35) sieben weitere Anwärter hinter sich. Dabei ziehen auch Till Leander Schröder (18), Zoe Bulinski (11), Antonia Friedrich (11), Jette Leubauer (9), Florentine Pramann (8) und Ksenia Anishchenko (7) wie  die beiden Kandidaten aus dem Wahlbezirk I direkt in das Jugendparlament ein. Mit 6 Stimmen wurde Julian Rosenhahn zum einzigen Nachrücker für das Gremium gewählt.

Die neuen Mitglieder der Jugendvertretung werden nun durch die Stadt Ronnenberg per Post über ihren Sitzerwerb informiert und haben innerhalb einer Woche nach Zugang des Schreibens Zeit, die Wahl anzunehmen. Eine der ersten Amtshandlungen des Jugendparlamentes in der Wahlperiode, die auf zwei Jahre angesetzt ist, ist die Wahl eines Jugendbürgermeisters.

Danach ist es an den gewählten Vertretern, durch ihre Aktionen und Projekte auch die Attraktivität für die Jugendlichen der Stadt zu erhöhen. "Ich gehe davon aus, dass es in zwei Jahren ganz anders aussehen wird", prognostiziert Harms. "Allein durch seine Aktivitäten wird das Jugendparlament viel bekannter werden."

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