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Nachrichten Breitbandnetz wird immer enger
Umland Ronnenberg Nachrichten Breitbandnetz wird immer enger
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00:33 20.04.2018
Lennart Heise (von links), Jürgen Schneider, Hauke Jagau und Stephanie Harms beim nur noch symbolischen ersten Spatenstich. Quelle: Uwe Kranz
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Vörie

 Eigentlich waren die Ehrengäste mit ihrem symbolischen ersten Spatenstich bereits etwas spät dran. In der Landwehrstraße, wo Regionspräsident Hauke Jagau, Bürgermeisterin Stephanie Harms, Lennart Heise von der Region Hannover und Jürgen Schneider von der Telekom die Arbeitsgeräte für Fotozwecke ansetzten, wardie Baukolonne gerade durch. Das Breitbandnetz für schnelles Internet kommt in den südlichen Ortsteilen Ronnenbergs gut voran. 

Bereits seit Februar sind die Bautrupps in Ronnenberg, Weetzen, Ihme-Roloven, Vörie und Linderte unterwegs, um die so genannten weißen Flecken in der Breitbandversorgung zu beseitigen. In fast allen Ortsteilen git es noch Restarbeiten zu erledigen. Bis Mitte Juni sollen die technischen Voraussetzungen für eine maximale Download-Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde gegeben sein, verspricht Schneider für sein Telekommunikationsunternehmen, dass den Ausbau gemeinsam mit der Region Hannover betreibt. 

Die Förderung von Region, Land und Bund in Höhe von 261.000 Euro, die so genannte Wirtschaftlichkeitslücke, ist deshalb nötig, da sich in weniger besiedelten Regionen der Ausbau für den jeweiligen Anbieter allein nicht rechnen würde. Es werde aber immer wichtiger, den Menschen den Zugang zu dem zu ermöglichen, was als schnelles Internet bezeichnet würde, erklärt Jagau. Am Ende des Ausbaus seien in Ronnenberg „99,8 Prozent der Haushalte damit versorgt“, stellt der Regionpräsident fest. Bürgermeisterin Harms wertete den Besuch Jagaus im nur rund 300 Einwohner zählenden Vörie als „wichtiges Signal“ für die Wichtigkeit auch kleinerer Standorte. 

Schnelles Netz nicht für alle garantiert

Rund 17 Kilometer Glasfasernetz verlegt die Telekom in den Ortsteilen Ronnenberg, Weetzen, Ihme-Roloven, Vörie und Linderte bereits seit dem Baustart im Februar dieses Jahres. Die Investitionskosten betragen 546.000 Euro allein für das Stadtgebiet, 261.000 Euro davon übernehmen Region, Land und Bund und schließen damit die so genannte Wirtschaftlichkeitslücke. Laut Angaben der Telekom werden damit 630 Haushalte und 23 Unternehmen an das schnelle Internet angeschlossen. Die Datengeschwindigkeit ist allerdings in einigen Bereichen, wie zum Beispiel großen Teilen von Empelde auch weiterhin vom Anbieter abhängig. Ein Vergleich der Angebote auch in den diskriminierungsfrei vermarkteten Netzbereichen lohnt sich in vielen Fällen. In Einzelfällen kann es allerdings auch in Zukunft dazu kommen, dass Grundstücke in extremen Randlagen oder in Übergangsbereichen von unterschiedlichen Netzen keinen Zugang zu schnellem Internet bekommen. 

Alle Bereiche, die über weniger als 30 Megabit pro Sekunde in der Datengeschwindigkeit verfügen müssen auf mindestens 50 bis 100 Megabit ausgebaut werden, erklärte Schneider. Neben der Kooperperation mit der Region forciere sein Unternehmen den so genannten Eigenausbau im Nahbereich in empelde und in der Kernstadt. Diese Arbeiten würden bis Mitte 2019 abgeschlossen sein, verprach er. Im Anschluss plant das Unternehmen, mit der Aufstockung der Leitungen auf Geschwindigkeiten zwischen 100 und 250 Megabit pro Sekunde zu beginnen. Jagau verwies darauf, dass die neuen Glasfaserleitungen, die die Telekom verlegt, diskriminierungsfrei vermarktet werden. Das heißt, dass auch andere Anbieter Anschlüsse an das Telekomnetz verkaufen dürfen. 

„Bei jeder Bürgermeisterinnen-Sprechstunde kam die Frage auf, wann endlich der Anschluss vollzogen wird“, erzählte Harms. Dieses Dauerthema dürfte sich für die Bürgermeisterin nun bald erledigt haben.

Von Uwe Kranz

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