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Umland Ronnenberg Nachrichten Neues Lern- und Förderprogramm an der Grundschule Weetzen
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01:36 02.06.2018
Die Pädagogen Yves Reckers (links im Bild) und Martina Oys (rechts im Bild) unterstützen die Schüler beim Bogenschießen Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Ronnenberg

Die Grundschüler der Regenbogenschule Weetzen kommen aufgeregt in die Turnhalle gelaufen und sind heute besonders gespannt auf das Bogenschießen. Und das hat einen Grund: Sie dürfen zum ersten Mal den Pfeil alleine einlegen. Bei einigen Schülern klappt es sofort, andere brauche mehrere Versuche für einen gelungenen Schuss – da kann die Enttäuschung groß werden. Die Schüler lernen im Rahmen des Lern- und Förderprogramms „Pfeil-Schlau“ den korrekten Umgang mit Pfeil und Bogen. Yves Reckers, Sozialarbeiter der Stadt Ronnenberg, und Martina Oys, Lehrerin an der Grundschule Ronnenberg, haben das Programm gemeinsam entwickelt.

„Manche können ihre Gefühle noch nicht so gut einordnen oder verarbeiten, dafür stehen wir ihnen zur Seite. Weiterhin loben wir auch gute Leistung, gerade bei schüchternen Schülern sorgen diese Erfolgserlebnisse für ein höheres Selbstbewusstsein“, erklärt der Sozialarbeiter Reckers. Bei jeder Stunde seien die Kinder mit Begeisterung dabei und zeigen sofort nach dem Schießen den Frust oder die direkte Freude über einen gelungenen Treffer.

„Unsere Schüler haben unterschiedliche Schwerpunkte, die gefördert werden müssen. Viele Schüler sind unkonzentriert oder haben wenig Selbstbewusstsein“, sagt Oys. Das Konzept der beiden Pädagogen sol deshalb die Methode des Bogenschießens mit Lerninhalten verknüpfen: „Im Moment lernen die Schüler die komplexen Bewegungsabläufe des Bogensports. Später sollen das Einmaleins und Englischvokabeln in das Training eingebaut werden“, erläutert Reckers den Plan.

Durch die sportliche Betätigung sollen die Kinder bessere Konzentrationsfähigkeit und mehr Selbstvertrauen erlernen.

Bevor die Bögen in die Hand genommen werden, muss für die Sicherheit gesorgt werden. Dafür hängen die Schüler Warnschilder an den Türen der Sporthalle auf, um die Sicherheit ihrer Mitschüler zu gewährleisten. Und schon kann auf die runden Scheiben geschossen werden. Das Training findet seit Beginn des zweiten Schulhalbjahres für zwei Altersklassen statt. In der ersten Gruppe sind acht Zweitklässler, die zweite Gruppe ist mit zwölf Dritt- und Viertklässlern größer – das spiegelt sich in einem erhöhten Lärmpegel wider: „Doch häufig erkennen die Kinder selbst, wenn sie zu laut sind und daher unkonzentriert schießen. Die Schüler ermahnen sich auch gegenseitig und bitten um Ruhe“, bekräftigt Oyes den Fortschritt der Schüler. Das Fehlverhalten erkennen und auf Änderungen aufmerksam zu machen, ist ein Effekt des Programms. Weiterhin sollen Konzentrationsfähigkeit, Körpergefühl und das Selbstbewusstsein gestärkt werden.

Das Angebot werde gut angenommen und verbessert den Schulalltag, wie Oys entdeckt hat: „Nicht nur hier in der Gruppe, sondern auch bei mir im Unterricht sind die teilnehmenden Kinder aufmerksamer geworden.“ Doch nicht nur Lehrer und Kinder sind vom Programm überzeugt, auch die Eltern seien vom Zusatzangebot der Grundschule begeistert. Aus diesem Grund wird das Programm auch im nächsten Schulhalbjahr in der Regenbogenschule in Weetzen angeboten.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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