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Umland Ronnenberg Nachrichten Was ist dem Heimatbund die Geschichte wert?
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00:31 19.04.2018
Karl-Friedrich Seemann verteidigt die Mitgliedschaft im Historischen Verein Niedersachsens. Quelle: Marcel Sacha
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Ronnenberg

 Wie weit soll der Heimatbund in die Geschichte Ronnenbergs eintauchen? Diese Frage hat die Jahresversammlung des Vereins dominiert. Einige der knapp 40 anwesenden Mitglieder starteten eine Diskussion darüber, ob der Verein Geld dafür ausgeben soll, die sogenannte Siedlungskontinuität in Ronnenberg zu untersuchen. 

„Ich halte es für fraglich, ob sich die jüngere Generation der Einwohner sich für 2000 Jahre zurückliegende Ereignisse interessiert“, sagte ein Heimatbund-Mitglied. Seiner Ansicht nach sollte der Verein daher seinen Schwerpunkt auf die jüngere Geschichte Ronnenbergs legen. Damit nahm er eine Position ein, die der des Vorsitzenden Karl-Friedrich Seemann diametral entgegensteht. „Ich empfinde es als Teil meiner Aufgabe, auch diesen Aspekt der Ronnenberger Geschichte zu behandeln“, sagte er. Seemann möchte den wissenschaftlichen Beweis erbringen, dass sich bereits vor rund 2000 Jahren auf der Fläche des heutigen Ronnenbergs Menschen angesiedelt haben – und dies seitdem ohne Unterbrechung der Fall war. Belege habe er dafür bereits gefunden, ist sich der Vorsitzende sicher. Was allerdings noch fehle, sei eine Bestätigung seitens studierter Historiker.

Aus diesem Grund hat der Vorstand des Heimatbundes sich dazu entschlossen, dem Historischen Verein Niedersachsens beizutreten. Dadurch steht den Ronnenbergern die dort vorhandene wissenschaftliche Expertise zur Verfügung. Der Knackpunkt für einige Mitglieder: Die Kosten für die Mitgliedschaft im Historischen Verein betragen jährlich 102 Euro. „Wir müssen darüber diskutieren, ob uns die Siedlungskontinuität dies wert ist“, sagte ein Mitglied. Eine Entscheidung darüber blieb auf der Jahresversammlung allerdings aus. Der Heimatbund Ronnenberg bleibt daher bis auf Weiteres Mitglied des Historischen Vereins.

Mehr Wertschätzung für Jubiläen

Abseits dieser Debatte verwies Seemann auf den Erfolg des Heimatbundes, dass die Stadt mittlerweile die Belege für die urkundliche Ersterwähnung Ronnenbergs im Jahr 968 akzeptiert. Er lobte die Verwaltung dafür, sowohl die 1050-jährige Geschichte Ronnenbergs als auch die 475 Jahre alte Geschichte der Zentralschule in diesem Jahr feiern zu wollen. Seiner Ansicht nach dürfe dies jedoch keine Ausnahme bilden. Stattdessen forderte Seemann, der Tradition des Ortes und seiner Denkmäler grundsätzlich mehr Rechnung zu tragen. Dazu gehört aus seiner Sicht unter anderem auch die 840-jährige Geschichte des Kirchenkreises. Der Heimatbund will als Zeichen der Würdigung sein nächstes Heft dem Kirchenkreis widmen.

Von Marcel Sacha

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