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Ein großes Herz für das Diakonielädchen

Stadt Ronnenberg Ein großes Herz für das Diakonielädchen

Ohne die Spendenbereitschaft der Bürger könnte das Diakonielädchen nicht existieren. Anfangs herrschte im Kirchenkreis Skepsis ob des Erfolgs des Projekts. Nun geht das Diakonielädchen bereits in sein zehntes Jahr. Verantwortlich hierfür ist unter anderem Helga König aus Leveste.

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Helga König (rechts) übergibt Andrea Schink eine ihrer zahlreichen Spenden für das Diakonielädchen.

Quelle: Marcel Sacha

Empelde. Als Kirchenkreissozialarbeiterin Andrea Schink mit ihrem Auto an der Annahmestelle für das Diakonielädchen in den Räumlichkeiten der Johanniter am Hagacker in Ronnenberg vorfährt, ist König schon vor Ort. Vor ihren Füßen steht ein Wäschekorb, gefüllt mit allerlei Dekorationsartikeln, Spielzeug und weiteren nützlichen Gegenständen für den Haushalt. Die beiden Frauen kennen sich seit Jahren. Seitdem das Diakonielädchen an der Nenndorfer Straße in Empelde existiert, spendet König regelmäßig Haushaltswaren, die sie, ihre Familie oder ihre Bekannten nicht mehr benötigen.

"Ich schmeiße einfach ungern Sachen in den Container", sagt König. Für die überzeugte Christin ist dies eigenen Angaben zufolge "ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung" und "ein Akt der Nächstenliebe". Der Glaube spielt seit Jahrzehnten eine wichtige Rolle im Leben der 70-Jährigen. Seit 20 Jahren ist sie im Kirchenkreis Ronnenberg aktiv und ist zudem Teil des Kirchenvorstandes in Leveste, betreibt die dortige Büchermeile und engagiert sich bei der Freiwilligenagentur Freiraum in Gehrden. Die Spendenbereitschaft sei für sie eine Selbstverständlichkeit, sagt König. "Ich habe einfach Spaß daran, anderen Menschen zu helfen und ihnen eine Freude zu bereiten."

Dies kann Andrea Schink nur bestätigen. Helga König habe "ein großes Herz" und leiste durch ihr Engagement in unterschiedlichen Bereichen einen großen Dienst an der Gemeinschaft, sagt die Sozialarbeiterin. Der Kirchenkreis und das Diakonielädchen sei König zu großem Dank verpflichtet, ergänzt sie.

Vor neun Jahren öffnete das Diakonielädchen seine Türen das erste Mal - im Rahmen der Woche der Diakonie. "Anfangs waren wir skeptisch, ob das Konzept aufgeht", sagt Schink. Zwar mache der Umsatz immer wieder "Wellenbewegungen", doch insgesamt könne der Laden an der Nenndorfer Straße als Erfolgsgeschichte bezeichnet werden, sagt sie. Immerhin kann das Lädchen seit Jahren eine vierstellige Summe an soziale Einrichtungen in Ronnenberg ausschütten.

Die Idee hinter dem Diakonielädchen ist denkbar einfach: Gespendete und gut erhaltene Hausratsgegenstände, Dekorationsartikel, Schmuck, Spielzeug und kleinere Elektrogeräte werden in den Räumen der Jugendwerkstatt Roter Faden gegen eine kleine Spende angeboten. Träger des Diakonielädchens sind der Diakonieverband Hannover-Land, die katholische und evangelische Kirche sowie die Johanniter-Unfallhilfe aus Ronnenberg. Vor Ort sind neben Mitarbeitern der Jugendwerkstatt auch viele Ehrenamtliche tätig - sei es im Service im Laden oder in der Warenannahme bei den Johannitern in Ronnenberg.

"Jeder der Helfer im Laden spricht durch seine Persönlichkeit andere Menschen an", sagt Schink. Dadurch habe sich der Kundenkreis und die Spendenbereitschaft im Laufe der Jahre immer weiter vergrößert. So sehr, dass laut Schink teilweise Platzmangel in den Räumlichkeiten herrscht. "Dann geben wir unsere gespendeten Waren an eine andere Einrichtung weiter", sagt sie. Dennoch benötigt das Diakonielädchen ihr zufolge weitere Unterstützung. "Vor allem für den Sonnabend suchen wir noch Verstärkung."

Als Helga König davon erfährt, wird sie hellhörig. "Die Aufgabe würde mich sehr reizen", sagt sie und ergänzt: "Ich suche immer nach neuen Herausforderungen."

Von Marcel Sacha

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