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Nachrichten Verkehr, Bauschutt und eine 30 Jahre alte Linde
Umland Ronnenberg Nachrichten Verkehr, Bauschutt und eine 30 Jahre alte Linde
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00:42 20.05.2018
Hans-Hermann Fricke erklärt die Probleme der Ortsdurchfahrt. Quelle: Stephan Hartung
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Ihme-Roloven

Vor der Sitzung gab es die Begehung: Die Mitglieder des Ortsrats Ihme-Roloven haben am Mittwoch zwei Stunden lang einige Problemzonen in den beiden Ortschaften in Augenschein genommen, ehe sie sich zu ihrer regulärer Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus trafen. Beim Rundgang waren außer interessierten Anwohnern auch Vertreter der Ronnenberger Stadtverwaltung dabei.

Die Tour begann an einer Stelle, über die es seit Jahren Diskussionen gibt: an der Hannoverschen Straße. Hier ist es im Kurvenbereich in der Nähe des Dorfplatzes eng und unübersichtlich – einfach eine gefährliche Ortsdurchfahrt für alle Verkehrsteilnehmer. Ortsbürgermeister Hans-Hermann Fricke (CDU) erklärte gestenreich die Schwierigkeiten, wenn sich Autos oder sogar Schwerlastverkehr und Linienbusse begegnen – und dabei Hindernissen wie Autos ausweichen müssen, die zur Hälfte auf der Straße parken. Wolfgang Zehler, Fachsbereichsleiter der Stadt Ronnenberg, stellte zwei Möglichkeiten in Aussicht: ein Halteverbot oder eine gesonderte Ausweisung von Parkraum auf den Seitenstreifen. „Wenn man mit einem Verbot das Parken aber komplett verbietet, stehen weniger Autos rum – und dann wird wieder schneller gefahren“, gab Zehler zu bedenken. Die Ortsratmitglieder konnten sich daher mehr mit einem Parkraum auf den Seitenstreifen anfreunden. Bis das umgesetzt wird, kann es zwar noch dauern. „Aber solche Dinge würden wir ohnehin erstmal für drei Monate testen, um zu schauen, wie das angenommen wird“, kündigte Zehler an.

Keine Ortsdurchfahrt, sondern eine Sackgasse ist die Straße Kapellenfeld. Hier macht sich eine 30 Jahre alte Linde breit – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Wurzelwerk hebt die Straße an, sorgt für Repaturmaßnahmen und damit für Kosten. Die Anwohner erklärten gegenüber Zehler und Stadtrat Torsten Kölle, dass sie sich an den Kosten beteiligen würden, die für Beseitigung und Nachpflanzung entstehen. „Aber bitte ein Baum, der langsam wächst“, sagte ein Anwohner und lachte.

Weniger einfach dürfte es am Mühlenweg werden, auf der nördlichen Seite des Weges wünscht sich der Eigentümer eines Grundstücks von der Stadt einen asphaltierten Parkraum. Bislang ist dieser Seitenstreifen unbefestigt. „Ohne Kostenbeteiligung des Eigentümers sehe ich das nicht. Wer einen Vorteil haben will, muss auch zahlen“, sagte Zehler. 

Nur wenige Meter entfernt von diesem Standort schaute sich der Ortsrat einen kleinen Schandfleck auf dem B-Platz der Sportanlage des SV Ihme-Roloven an. Hier türmt sich Bauschutt. „Niemand weiß, wo der herkommt. Aber wie es auch bei Sperrmüll ist: Oft wachsen die Berge unbemerkt über Nacht an“, stellt Torsten Baasner (SPD), stellvertretender Ortsbürgermeister fest. Die Verwaltung muss sich jetzt um dieses Problem kümmern.

Von Stephan Hartung

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